Trashikone Albert Pyun schuf mit Cyborg einen der herausragenden Film-Beiträge des B-Actiongenres. Rasant inszeniert, verpackt in tolle Bilder (herausragend die Kreuzigung im Leone-Stil sowie der vorrangehende Kampf im Sumpfgebiet) und einen schlichten aber ungemein stimmigen Soundtrack, lässt dies sogar die in einem B-Film nunmal übliche, recht flache Story vergessen machen. Hauptdarsteller Jean-Claude VanDamme liefert in Cyborg zudem eine, wenn nicht gar die beste Leistung seiner zugegebenermaßen sehr durchwachsenen Karriere ab. Er überzeugt dabei sowohl in schauspielerischer als auch kämpferischer Hinischt - dem jungen Alter sei dank!
Actionseitig hat Cyborg Einiges zu bieten, schwerpunktmäßig freilich handfeste Zweikämpfe, aber auch Freunde des Messerkampfes und blutiger Einschüsse bekommen zumindest etwas geboten. Dies soll kein Kritikpuntk sein, denn die Focussierung auf Martial Arts funktioniert hier wunderbar und wirkt zu keinem Zeitpunkt ermüdend oder langweilig.
Schade bloss, daß der Film wohl bereits vor der offiziellen Veröffentlichung zensiert wurde. Dies wird an einigen Stellen doch recht offensichtlich (Holzpfahl durch Mund, Messer-Kampf in den Ruinen).
Standfeste Kritikpunkte habe ich keine vorzubringen, würde man lediglich B-Maßstäbe ansetzen, käme der Film locker auf 9 Punkte, etwas objektiver gesehen langt es aber immer noch für sehr gute 8 Punkte. Ein Pflichtfilm für jeden Actionnarr!