Review

Punk'ed


Eine kostengünstige Mischung aus „Green Room“, „Maniac Cop“ und „Carnage Park“ erwartet uns hier - eine Clique junger, selbstbewusster Punks fährt zu einem alten Haus, das in einem Nationalpark liegt. Nur haben die Jugendlichen nicht mit einem motivierten Psycho-Park Ranger gerechnet, der die überheblichen Oberflächenrevoluzzer mal gehörig auseinandernimmt, psychisch wie körperlich... 

Geiles Poster! Und sonst so? Ist „The Ranger“ (zumindest für die heutige Zeit) the real deal, kultig und roh? Oder doch nur eine weitere Anbiederung an die Retromanie zwischen Carpenter für Arme und „Wolf Creek“ für Jüngere? Eine Mischung aus beidem. Etwas eher Ersteres leider. Denn „The Ranger“ hat ein paar coole Punk-Songs und eine toughe Heldin mit tragischer Backstory, zudem super unsympathische Hipster-Punk-Kids, deren zum Teil sehr saftigen Tode man gerne mit ansieht. Doch ansonsten ist das leider etwas zähe, super überraschungsarme Slasher-/Backwood-/Manhunt-Standardware für den kleinen Geldbeutel und als erste Bewährungsprobe für alle Beteiligten. Für manche geht das auf, für andere weniger. Doch insgesamt liefert das von allem zu wenig, um hängen zu bleiben oder aufzufallen oder durchgängig zu unterhalten. Zu wenig Punk, zu wenig Leute zum Abschlachten, zu wenig Style, zu wenig Neues, zu wenig Esprit, zu wenig Kurven, zu wenig Tempo. Und das Poster verspricht eindeutig zu viel. Moderne Kultfilme sehen anders aus. Und selbst vor 30 Jahren wäre das so keiner geworden... hier fehlt einfach das gewisse Etwas, die Inspiration, der letzte und vorletzte Kniff. Und nur starke Kills reichen da einfach nicht. 

Fazit: Killer-Ranger vs. Wannabe-Punks - kann das gut gehen? Grundsätzlich schon. Dennoch ist das nicht mehr als ein paar coole Tracks, saftige Kills und etwas Nostalgie. Insgesamt nur 'ne Fingerübung und ehrlich gesagt zu wenig. Noch nichtmal Fast Food, eher nur ein Kaugummi. 

Details
Ähnliche Filme