Die 16. Staffel des Doctors hat eine Neuerung – einen Story Arc, die Suche nach dem Key to Time. Leider wird die aber nicht wirklich zum Zentrum der Staffel, sondern wirkt in den meisten Folgen einfach angetackert (einzige Ausnahme ist die letzte Folge).
The Ribos Operation setzt diese Geschichte in Bewegung. Der Doctor soll die Elemente des Key to Time finden, um das Universum zu retten, oder so. Der White Guardian, der ihm den Auftrag dazu gibt, stellt ihm mit Romana eine Time Lady an die Seite, die ihn unterstützt. Die Beziehung ist die klassische „erfahrener Abenteuer / geniale Theoretikerin“ Geschichte, die durchaus unterhaltsame Elemente hat. Anders als sonst kommen die beiden hier zwar nicht zusammen (ähm, irgendwie schon, aber anders und spä… ach egal), ergänzen sich aber ganz gut. Ansonsten ist die Folge leider sehr unspektakulär. Nicht gerade der optimale Auftakt.
Danach kommt mit The Pirate Planet das Highlight der Staffel. Geschrieben wurde die Geschichte von Douglas Adams, der gerade ein kleines, recht erfolgversprechendes Hörspiel an die BBC verkauft hatte – A Hitchhiker’s Guide through the Galaxy, mit dem er dann quasi ausgesorgt hatte. Auch hier, wie in späteren Arbeiten für den Doctor, zeigt sich Adams‘ Humor, der hier wunderbar zur Geltung kommt und mit einer intelligenten (und herrlich absurden)Geschichte verbunden wird. Die beste Folge seit langem!
The Stones of Blood ist die 100. Geschichte des Doctors, und spielt deshalb mal wieder mit den Gothic-Elementen, die wir am Anfang der Baker-Ära gesehen haben, ist dabei aber leider nicht konsequent und wird am Ende ein wenig konfus. Aber wir sehen den Doctor mal wieder vor Gericht, wie er sich selbst verteidigt, seit The Keys of Marinus ein gern gesehener Vorgang. Insgesamt eine ordentliche Story.
Das gilt auch für The Androids of Tara, eine Mantel-und-Degen-Geschichte mit Robotern und anderen Doppelgängern. Recht lustig, aber nichts besonderes.
The Power of Kroll hat ein gute Backgroundgeschichte um Ausbeutung und Unterdrückung indigener Völker sowie ein Riesenmonster, aber die eigentliche Geschichte bleibt einmal mehr flach. Recht unterhaltsam, aber wie in der gesamten Staffel mit angezogener Handbremse.
Die wird auch im letzten Abenteuer der Staffel nicht gelöst. The Armageddon Factor stellt endlich mal die Suche nach dem Key ins Zentrum, würfelt aber zu viele Elemente (unter anderem einen überflüssigen Time Lord) in die Geschichte, um noch zu funktionieren. Der Schlusstwist ist dann ganz gut, aber ich bin froh, dass die Staffel erst mal vorbei ist.
Insgesamt die schwächste Staffel bisher.
Vier von zehn sonic Screwdrivern