20 Staffeln sind schon ein Ereignis, und so hat man ein ziemliches Nostalgiefeuerwerkt abgefeuert, das im Special „The Five Doctors“ münden sollte.
Der erste Rückkehrer ist Omega, der genau 10 Jahre vorher, in The three Doctors“, das erste mal aufgetaucht war und in Arc of Infinity zurückgekehrt. Wenn Omega auftaucht, ist der Rest von Gallifrey auch nicht fern, diesmal wollen sie den Doctor exekutieren, damit Omega nicht in s normale Universum zurückkehren kann. Zurückkehren ist das Stichwort, denn Tegan, die am Ende der vorhergehenden Folge zurück geblieben war, kehrt hier schon wieder zurück – zum Glück. Eine ordentliche Geschichte, aber noch nicht das Highlight der Staffel.
Das ist Snakedance noch viel weniger. Eine recht langweilige Geschichte um die Mara, die Tegan eine Staffel vorher schon gequält hatte und hier wieder ihre Pläne spinnt. Maximal durchschnittlich, ohne echte Höhepunkte und mit einem aus Genderaspekten sehr bedenklichen Gegenspieler.
Und dann schaltet die Staffel plötzlich ohne Übergang in den höchsten Gang. Mawdryn Undead ist ein Serienhighlight. Der Black Guardian (bekannt, aber nicht vermisst, aus Key to Time) schleust einen Verräter ins Tardisteam, Turlough, der den Doctor ermorden soll. Das geschieht um eine spannende Zeitreisegeschichte in zwei Ebenen, in der mit dem Brigadier ein alter Bekannter auftaucht – der sich aber an den Doctor nicht erinnern kann. Hier ist Doctor Who plötzlich mal wieder auf dem Höhepunkt – gute Story, Querverbindungen zur Vergangenheit und ein Companion mit Ecken und Kanten (wie es auch Tegan ist).
Terminus ist dann eine gruselige und actionreiche Geschichte um ein Raumschiff und ein riesiges Krankenhaus im all. In dem Mix finden sich wundervolle Charakterszenen um Turlough und Tegan. Am Ende der Geschichte verlässt die ohnehin etwas farblose Nyssa die TARDIS, um auf Terminus zu helfen. Turlough ist immer noch ein Verräter unter dem Einfluss der Black Guardian, wird aber immer mehr auf die Seite des Doctors gezogen.
Die Geschichte um den Black Guardian endet dann in Enlightenment, einer abgedrehten Geschichten um ein Yachtrennen im Weltraum. Eine ganz ordentliche Geschichte, die am Ende richtig Fahrt gewinnt, wenn Turlough sich entscheidet und natürlich auf der Seite des Doctors steht.
Die Staffel endet dann mit The King’s Demons, einer historischen Geschichte, in der wir King John und dem Master begegnen. Der Zweiteiler ist spannend, aber insgesamt eher unspektakulär. Am Ende kommt der Roboter Kamelion mit an Bord, der nur leider erst deutlich später wieder auftreten wird und somit komplett verpufft. Die erste Folge ist übrigens die 600. Episode von Doctor Who.
Dank Mawdryn Undead eine gute Staffel ohne Totalausfalll. Der fünfte Doktor bleibt weiter auf Kurs, schade, dass das schon seine letzte komplette Staffel war…