Staffel 23
Man war verzweifelt. Das Experiment mit den 45minütigen Episoden war gescheitert, das Publikum müde, der neue Doktor nicht wirklich beliebt. Die Serie nahm sich eine Auszeit von 18 Monaten, bevor sie mit 14 neuen Folgen zurück kehrte, die einen großen Handlungsstrang bilden – The Trial of a Timelord. Mal wieder stand der gute Doktor vor Gericht, weil er sich ständig einmischt. Was bei The War Games in 15 Minuten passiert, dauert hier rund 6 Stunden. Die Geschichte wirkt zwar nicht so aufgepfropft wie in Key to Time, aber auch hier wird viel falsch gemacht. Insgesamt ist das Ganze viel zu albern, die Auflösung hat einen spannenden Ansatz, wirkt aber halbgar. Ein weiterer großer Schwachpunkt ist die neue Companion, die in der fünften Folge der Staffel auftaucht, Mel. Peri war zwar sehr farblos, sah aber gut aus. Mel ist einfach nur nervtötend und nimmt in vielem Donna Noble vorweg, aber ohne deren ernste Momente. Sie ist schrill und anstrengend, erzeugt bei mir zumindest aber nicht den Hauch von Sympathie, auch wenn sie in den Folgen auftaucht, in denen man kurz Hoffnung für die Staffel hat (vier Folgen, in denen es alienmäßig um geheimnisvolle Vorgänge in einem Raumschiff geht). Das Ende ist dann wieder langweiliger Käse, der noch dazu Peris Tod negiert und damit jede Bedeutung nimmt. Eine ziemlich vermurkste Staffel, die dazu führte, dass Colin Baker seinen Hut nehmen musste – nach gerade zwei Staffeln. Das bisherige Lowlight der Serie.