Eine Miezekatze auf einer Blumenwiese, dazu albernes Gedudel gemischt mit Geschrei. Ein Typ, der in seinem Haus zeltet und mit seiner Alten quasselt und etwas im Kühlschrank bunkert, das bald Angst und Schrecken verbreiten wird. So verbringt man die ersten Minuten in diesem zweiten Film um den glibberigen Killer nach „The Blob“ (1958). Und mag nach diesem irritierenden Beginn auch leichte Hoffnung aufkeimen, wenn sich der erwartete rote Schmodder aus der gekühlten Dose erhebt, so lässt man bald alle Hoffnung fahren.
Larry Hagmans erste und (soweit bekannt) einzige Regiearbeit ist ein günstig produzierter quasi-Nachfolger, macht aber auf so ziemlich keiner Ebene irgendwelchen Spaß. Dabei versucht der Streifen durchaus, hier und da witzig zu sein und man merkt ihm an, dass er sich nicht ganz ernst nimmt. Wohl auch in dem Bewusstsein um seiner selbst, der Unterhaltungswert will sich dennoch nicht einstellen. Weder der Humor, noch der Horroraspekt sind hier lebensfähig und somit scheitert „Beware! The Blob“ als ungelenker Möchtegern-Comedy-Grusel-Klumpatsch auf ganzer Linie.
Zu billig und dröge kommt der Film daher, wirft mit allerlei Figuren um sich, derer er sich immer mal wieder entledigt. Pfadfinder, Frisör, Cops, feierwütige Jugendliche, ein vermutlich als zentrale Figuren angelegtes Pärchen. Dem natürlich keiner glaubt, das Übliche eben. Das Verhalten der Leute ist absurd, eine spürbare Stringenz in der Erzählweise spart man sich ebenso.
Die Kills oder Effekte sind dabei nicht der Rede wert. Es gibt fast nichts zu sehen, Härten schon gar nicht, die Leute ringen mit der Marmelade. Auch wenn man gegen Ende versucht, das Ganze größer zu skalieren und ein bisschen Terror zu verbreiten, wirkt es einfach immer nur zäh und wenig fachmännisch inszeniert.
Dabei tummeln sich sogar ein paar bekannte Namen hier. Neben Hagman selbst bekommt man noch Sid Haig oder Burgess Meredith zu sehen. Hilft aber nichts, das Ensemble agiert einfach durch die Bank genauso öde wie dieser enervierend geschwätzige Streifen zusammengewerkelt ist. Der Humor wirkt, als hätte man einen Witz angefangen und die Pointe von woanders drangehängt. Man wundert sich immer wieder über den Aufbau, die Handelnden und die audiovisuelle Präsentation, die dem titelgebenden Monster jeglichen Hauch von Bedrohlichkeit raubt.
Da greift man lieber zum Original von 1958 oder besser noch zum Remake aus dem Jahre 1988. Diesen Blob hier lässt man lieber links liegen. Oder rechts. Hauptsache nicht anfassen.