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Gehört nicht zum allerabsolutesten Bodensatz des italienischen Westerns, aber auch wenn er ein alter Routinier ist, vermag hier William Berger seiner Figur, im Original ein Sartana-Klau und irgendwo angelehnt zwischen Gianni Garko ohne Witz und Lee Van Cleef für Arme, aufgrund des lahmen Drumherums keinerlei Substanz zu verleihen.

Storytechnisch wird mit der Jagd nach einer Geldkassette der Armee, wobei sich die Kontrahenten natürlich ständig belauern und hintergehen wollen, ein Standard-Schema bemüht und die mörderische Hatz durch die Wüste soll einen zwischenzeitigen Höhepunkt darstellen. Doch wie sowas eigentlich auszusehen hat, hätte sich der blass bleibende Regisseur Roberto Mauri schon genauer bei "Django - unbarmherzig wie die Sonne" abschauen müssen und so ist auch das einigermaßen einfallslos bis langweilig geraten. Der Schlussgag aus heiterem Himmel ist kaum nachzuvollziehen, wobei dies wohl an der übel massakrierten deutschen Fassung liegen mag und so ist zumindest in dieser Art das Ende leider bar jeder Logik.

Den fehlenden darstellerischen Fähigkeiten ist man auf der technischen Seite mit gewohnt nervigen exzessiven zooms und öder Montage begegnet, sodass am Ende ein unterdurchschnittliches Genregewurschtel herausgekommen ist. Ob eine vollständige Fassung noch viel retten kann, ist zumindest fraglich. (3/10)

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