Review
von morbid@ngel
"Solo - A Star Wars Story" ist der zweite Ablegerfilm (Spin-Off), der seit der Übernahme von Lucasfilm durch die Walt Disney Company in die Kinos kam und chronologisch zwischen Episode III und IV einzuordnen ist. Ursprünglich ging die Idee für den Film sogar auf den SW-Schöpfer George Lucas zurück und sollte Han Solo als heranwachsendes Kind in der Obhut des Wookiees Chewbacca auf dem Planeten Kashyyyk zeigen. Die Idee wurde allerdings verworfen und stattdessen die Geschichte des jungen Han Solo auf Corellia erzählt, der sich dort mit Chewie anfreundet und Teil einer abenteuerlichen Ganoven-Story wird. Zur Realisation des Films wurden Lawrence Kasdan als Drehbuchautor und die beiden Regisseure Chris Miller und Phil Lord verpflichtet, wobei die beiden Letzteren aufgrund künstlerischer Differenzen vorzeitig aus dem Projekt geworfen und durch Ron Howard ersetzt wurden. Als Hauptdarsteller des jungen Han Solo konnte Elden Ehrenreich gewonnen werden, wohingegen der junge Lando Calrissian von Donald Glover verkörpert wird.
Zur Story: Knapp fünf Jahre nach der Machtürbernahme des Imperiums herrscht Finsternis und Not in der Galaxis. Der junge Schmuggler Han Solo und seine Freundin Qi`ra gelingt die Flucht vor dem Verbrechersyndikat White Worms auf dem Planeten Corellia, wobei die beiden voneinander getrennt werden. Han Solo verpflichtet sich zur imperialen Pilotenakademie und lernt in der Schlacht von Mimban den Ganoven Tobias Beckett kennen, dessen Crew er sich fortan anschließt, um den wertvollen Treibstoff Coaxium zu erbeuten. Nachdem der Plan für einen Raubüberfall auf einen Transportzug auf dem Planeten Vandor fehlschlägt, gerät Solo in die Fänge des Verbrechersyndikats Crimson Dawn unter der Führung des Ganoven Dryden Vos, wobei er auch dort seiner Jugendliebe Qi´ra wieder begegnet und ihm die Bekanntschaft mit dem Schurken Lando Calrissian sowie eine heikle Mission an der Seite seines treuen Begleiters Chewbacca auf dem Planeten Kessel beschert wird...
Obwohl der Film weit hinter den Box Office-Erwartungen zurückblieb, ist „Solo – A Star Wars Story“ eine überaus ansehnliche Mischung aus einer Ganoven-Story und einem Space-Western geworden, die visuell irgendwo zwischen „Blade Runner“ und „Firefly“ angesiedelt ist. Eldenreich und Glover liefern beide eine formidable schauspielerische Leistung ab und die Story weiß durchaus zu unterhalten. Insgesamt betrachtet, ist der Film ein gelungenes Spin-Off geworden, das dramaturgisch zwar nicht an seinen Vorgänger „Rogue One – A Star Wars Story“ herankommt, aber dennoch das geneigte Publikum gut zu unterhalten weiß.