Der Film hat drei Probleme, von denen zwei schon vor Beginn klar waren:
1. Er ist überflüssig. Man hatte nie das Gefühl, mehr über Han Solos Jugend wissen zu müssen, um Star Wars zu genießen.
2. Harrison Ford fehlt.
3. Der Film ist, mal wieder, zu lang. Vor allem die erste halbe Stunde ist ein erzählerischer Unfall, der Szene an Szene reiht, ohne dass diese in einen Handlungsrahmen eingebunden werden, oder gar emotionale Konsequenzen hätten. Hier hätte man einfach mal schneiden müssen. Auch das Ende ist zu lang.
Ansonsten macht der Film aber vieles richtig. Nach dem mehr als holprigen Anfang entwickelt sich die Geschichte kontinuierlich und temporeich weiter und schafft es, die Kontinuität zu erhalten. Lando und Han sind wunderbar geschrieben (Lando auch gut gespielt, ansonsten, siehe 2.), man nimmt den beiden Figuren ab, dass sie zu den Charakteren werden, die man aus den späteren Filmen kennt. Emilia Clarke ist wundervoll wie immer, Woody Harrelson spielt die Rolle, die er mittlerweile nur noch spielt. Sher erfrischend war, dass die Macht praktisch überhaupt nicht vorkam (Han hat sie in Krieg der Sterne auch noch nie erlebt).