Steven Seagals „the Foreigner“ wurde nach dem Erfolg von „Exit Wounds“ fürs Kino produziert, endete aber schnell direct-to-video, da die Produktionsfirma selbst von dem Film nicht so recht überzeugt war – wirklich schlecht ist er jedoch nicht, er krankt nur an einer spannungsarmen Inszenierung und einer teilweise sehr platten Story:
Seagal ist Agent Cold, der ein geheimnisvolles Päckchen von Paris nach Deutschland bringen soll. Diese Ausgangslage bietet dann genug Raum für Verschwörungen, Schießereien und Explosionen, wobei die Wendungen in der Geschichte (Verrat durch Freunde und Regierung...) gar nicht mal schlecht sind. Max Ryan („Kiss of the Dragon“) spielt den Bösen gut, überlebt aber diverse Angriffe einige Male zu oft um glaubwürdig zu wirken – was uns wieder zum Drehbuch bringt:
Es gibt viel sinnlose (und in der Originalfassung recht harte) Gewalt und Action in Zeitlupe oder Zeitraffer (teilweise sehr nett anzusehen), doch die Story fesselt einfach nicht.
Seagal wirkt müde, hat aber nur wenige direkte Kampfszenen – ansonsten läßt er die Waffen sprechen, was seine etwas träge Präsenz wieder ausgleicht. Die Drehorte in Deutschland, Frankreich und Polen bieten Abwechslung zu typischen US-Actionfilm-Locations, wirken aber leider trübe im Vergleich.
Alles in allem ist „Foreigner“ ein netter B-Film, der leider aber durch seine B-Film-typische Inszenierung keine auffallenden Highlights bietet. Ein besserer Regisseur mit mehr Gespür für Tempo hätte dem Film gutgetan.
Zu empfehlen für Action- und / oder Seagal-Fans (deutlich besser als „Patriot“ oder „Ticker“!) ohne zu hohe Ansprüche = 5 von 10.