Der Kopfgeldjäger Johnny (Gianni Garko) verfolgt seinen gesetzlosen Stiefbruder Clint (Claudio Camaso), der einst – aus Eifersucht auf Johnnys Beliebtheit bei der Familie und den Frauen – zum Vatermörder wurde. Auf der Jagd folgt Johnny dem mütterlichen Sterbegebot, keinesfalls den ersten Schuss abzufeuern…
Eine Kain-und-Abel-Variante im Wildwestgewand, die darüber fabuliert, wie Hass und Niedertracht in die Welt kamen, als der Ewigzweite die wiederholten Kränkungen und Herabsetzungen mit einem radikalen Familien- und Freundschaftsbruch beantwortete, um sich in verbrecherische Kreise zu begeben und das ihm vorenthaltene Glück gewaltsam an sich zu reißen. Die schöne Ausgangsidee kann sich leider nur allmählich gegen das schwerfällige Drehbuch durchsetzen, das Vorgeschichte und Gegenwart wenig aussagekräftig miteinander in Beziehung setzt und zunächst in austauschbaren Vorgängen herumstochert, die durch zahlreiche überflüssige Dialogzeilen weiter verschleppt werden. Immerhin gelingt es dem dicht inszenierten Finale, die bis dahin eher lose verzwirbelten Fäden zu straffen und den Zuschauer mit einem durchaus beeindruckenden und nachdenklich stimmenden Schlussakt aus dem Film zu entlassen.