Der in Kanada lebende Arzt Dr. Craig Mannings wird seit einige Zeit von bösen Albträumen und Visionen geplagt, in denen er sich selbst dabei beobachtet, wie er immer wieder Frauen ermordet. Mannings wird bald klar, dass diese Morde real sind, verübt von seinem Zwillingsbruder Keith, der in Deutschland lebt und durch dessen Augen Craig die Morde miterlebt. Craig und Keith waren siamesische Zwillinge, die als Kinder getrennt wurden, und Craig war der Ansicht, dass Keith schon seit langem tot sei. Craig Mannings reist schließlich nach Deutschland, um seinen Bruder dort aufzuspüren und seinem Treiben ein Ende zu machen. Er findet eine Spur in Hamburg und verfolgt diese bis nach Berlin. Keith, der ein impotenter Frauenhasser ist, stellt ihm aber eine Falle, so dass die Polizei glaubt, Craig sei der Frauenmörder. Mit Hilfe seiner nach Berlin gekommenen Freundin Julie kann Craig aber schließlich seine Unschuld beweisen. Julie stellt sich nun als Lockvogel zur Verfügung, und als Keith über sie herfällt, ersticht sie ihn.BLOOD LINK ist alles in allem ein solider, nicht eben übermäßig Spannender Thriller, der zunächst recht dubios und undurchsichtig erscheint. Erst nach und nach werden dem Zuschauer die Zusammenhänge deutlich. Stellenweise ist der Film etwas langatmig, und die Musik von Morricone gehört zu seinen eher schwächeren, weniger eindrucksvollen Werken. Michael Moriarty meistert seine Doppelrolle recht überzeugend. Als ruhiger, besonnen wirkender Arzt Dr. Mannings ist er ebenso überzeugend, wie als der nervöse, fahrige und am Rande des Wahnsinns stehende Keith, dessen Charakter er allerdings hart an der Grenze zum Overacting zeichnet. Weitere Pluspunkte des Films, den man allerdings nicht gesehen haben muss, sind Cameron Mitchell, der leider nur eine kleine Rolle als ausgemusterter Ringer hat, sowie die Drehorte Hamburg und Berlin. Das überflüssige Twist-Ending ist für einen Thriller aus den 80er Jahren wohl unvermeidlich, wäre aber dennoch verzichtbar gewesen.