Review

Ed Solomon hat als Drehbuchautor hier und da mitgearbeitet. Da gab es manchen Ausfall wie „Super Mario Bros.“, der 1993 in die Kinos kam, oder auch „Die Unfassbaren“ von 2013. Kann man ja mal erwähnen, allerdings geht es hier ja um den zweiten Film mit Bill & Ted. Und nicht nur bei dem hat er ebenso am Skript mitgeschrieben, er kommt sogar (als Anagramm) im Film vor, heißt der Schurke vom Dienst doch De Nomolos. Doch das nur am Rande.

Viel wichtiger ist, dass hier Bill & Ted nach dem Leben getrachtet wird. Der erwähnte Bösewicht erreicht dies mittels zweier durch die Zeit zurückgeschickte Roboter, die den Protagonisten zum verwechseln ähnlich sehen. Und so schlagen sich die beiden nicht nur mit dem Tod und der Hölle herum, sondern müssen auch einen Weg finden, ihr Leben zurückzugewinnen.

Die Story ist recht einfach gehalten und ehrlich gesagt völlig spannungsfrei, dabei durch die beiden aus dem ersten Teil bekannten und liebgewonnenen Chaoten aber grundsympathisch umgesetzt. Keanu Reeves und Alex Winter nehmen die im Vorgänger etablierten Rollen wieder auf, spielen die einfältigen, aber doch herzensguten Deppen in gewohnter Manier.
Star des Films ist für mich aber William Sadler (in Erinnerung geblieben als Bösewicht in „Die Hard 2“) als Tod. Die im weiteren Verlauf der Handlung zunehmende Präsenz tut nicht nur dem Film an sich gut, er stiehlt auch durch seine Art gleich diverse Sequenzen und wird zu einer höchst sympathischen Figur. Gen Ende kann man ihn einfach nur noch lieb haben.
Weiterhin auf der Habenseite ist die musikalische Untermalung zu verbuchen. Passend hierzu bekommt man gleich noch in einer kleinen Nebenrolle den damaligen Gitarristen von Faith No More Jim Martin zu sehen, dessen Band ebenso auf dem Soundtrack vertreten ist wie Megadeth oder Kiss. In weiteren Nebenrollen tummeln sich Pam Grier und wie im ersten Teil der von mir verehrte George Carlin.

Auch der Rest vom Drumherum geht in Ordnung. Die Geschichte führt die Figuren auf Ihrer kurzweiligen Reise an allerlei merkwürdige Orte zwischen Himmel und Hölle. Da kann nicht jeder Spezialeffekt überzeugen, was sich aufgrund der ganzen Ideen aber verschmerzen lässt.
Letzten Endes ist Teil 2 der inzwischen zur Trilogie angewachsenen Serie eine würdige Fortsetzung und kann mit einfallsreichen Sequenzen und einem höchst unterhaltsamen Tod glänzen, sodass die Hoschis 90 unterhaltsame Minuten bieten.

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