Mexiko 1864. Die Bürgerkriegswirren kommen dem Banditen Verdoja und dem heruntergekommenen Grafen Rodriganda gerade recht, um ihre Jagd nach dem Aztekenschatz zu forcieren. Um seine entführten Freunde zu befreien, setzt sich der ehrenhafte deutsche Arzt Sternau seinerseits auf die Spur der Verbrecher. Endstation ist die Grabkammer einer Pyramide.
Nachdem man im Vorgänger der Schatz der Azteken recht uncharmant mitten im schönsten Gefecht und dem Absturz Dr. Sternaus aus dem Film gerissen wurde, setzt die Pyramide des Sonnengottes nahtlos die Geschehnisse fort. Die jugoslawische Pampa mußte wieder als Kopie Mexikos herhalten, sogar den Vorspann übernahm man eins zu eins, die Rebellion wütet weiter im Aztekenland und wer genau hinschaut, kann sogar einige Locations aus den Winnetou Filmen entdecken (besonders auffällig bei kleinen Tal, das schon mal als Schlangengrube herhielt).
Der Actionfaktor wurde noch ein oder zwei Umdrehungen nach oben geschraubt, bis Sternau seine private Vendetta mit dem abtrünnigen Verdoja erledigt hat gibts eine ganze Reihe Shootouts, auch wenn das generelle Tempo immer noch recht behäbig ist. Interessanterweise sind es in den beiden Aztekenfilmen auch die indianer, die zu den Bösewichtern gehören, ansonsten spielt sich alles knapp in derselben Liga wie die Winnetou Filme ab. Die Darsteller sind solide, Barker gibt den aufrechten Helden ebenso souverän wie Rik Battaglia seinen Gegenpart, während sich Ralf Wolter wieder als Spaßvogel durch seine Rolle schwäbelt.
Klar natürlich das sich gegen Ende alles zum Guten wendet und alle Bösen bestraft werden. Unaufgelöst bleibt allerdings das Ende der Rebellion, aber es gibt ja noch einen dritten Film, der allerdings ohne die großen Stars auskommen mußte. Wer seine Winnetous und Old Shatterhands schon alle auswendig mitsprechen kann, kann sich an dieser Mexiko Version des Stoffs nach Karl May sicher auch gewöhnen, ganz netter Abenteuerfilm
6/10