Review

Beißt sich selbst den Mittelfinger ab

Die Kunst des Tötens, ein Widerspruch in sich,
Lars von Trier nimmt uns Zuschauer mal wieder in die Pflicht.

Matt Dillon gibt eine sagenhafte Leistung, eine der besten des Jahres,
er dringt vor, durch köstliche Grausamkeiten, an den Ursprung des Hades.

Über Kunst und was die alles darf,
der Typ von Trier bestellt seinen Döner wohl wirklich mit Schaaf.

Er redet gerne über sich, provoziert bis zum geht nicht mehr,
nur fühle ich mich nach dieser Tortur ganz sicher nicht leer.

Es lohnt sich hinter die perverse Dekadenz zu blicken,
vielleicht erwischt man hier den Teufel persönlich beim Stricken.

Bruno Ganz auch noch mal in einer feinen Rolle,
hier gibt es eine Ladung, und zwar immer die volle.

Gruselig, witzig, makaber und düster wie die Nacht,
selbst wenn das Thema hat "American Psycho" schonmal ähnlich angedacht.

Nur geht von Trier immer weiter,
zeigt uns den Mittelfinger immer wieder heiter.

Ein paar der Bilder verschwinden wohl nie,
es kann bitter sein, wenn ein Film dich zwingt auf die Knie.

Ein Haus aus Tod und Verwesung,
wie fern ist für unsere Welt die Genesungß

In Plauderlaune, es wird ausgeschmückt wo es nur geht,
hier weiß man nie so richtig, woher der modrige Wind weht.

Meisterwerk führt zu weit, eher ein trotziger Fotzer,
viele mögen das nennen cineastischer Schmarotzer.

Dennoch war es einer dieser Ritte,
die man nicht findet in der Brigitte.

Sicher nicht für jedermann, oft abstoßend und krank,
öffnet von Trier hier einen empfindlich gefüllten Schrank.

Doch reden lohnt sich, besser als ungerührt weg zu dösen,
selbst wenn man wohl die Knoten in seinem Kopf nie ganz wird können lösen.

Fazit: der Lars mal wieder... provokant, unnötig, fordernd, fickend. Love or Hate. Aber immer noch viel besser als Langeweile. Normales gibt's woanders. Kunst, die wegkann. Der das aber egal ist, wie ein Pickel am Arsch. Ein Baumeister, gegen den selbst Bob aussieht wie Kinderprogramm... 

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