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Im Leben von Jesse waren nur zwei Frauen wirklich wichtig. Beide verliert er am selben Tag. Erst stirbt Anabeth durch einen merkwürdigen Unfall, dann macht Hannah endgültig Schluss. In ihren Augen ist Jesse zu einer Beziehung einfach nicht fähig. Hat sie Recht? Um das herauszufinden, klappert der Weiberheld seine Verflossenen ab: Marie ist inzwischen geschieden, Peri immer noch scharf auf ihn, Martha lesbisch und Lisa würde ihn lieber tot als in ihrem Bett sehen.

Der einzige Spielfilm den Serien Speziaist Paul Lazarus bisher auf die Leinwand brachte soll ja eine Art romantische Komödie darstellen. Allerdings kommt der Humor erschreckend kurz und auch das Verhalten unseres Protagonisten Jesse ist eher erbärmlich als romantisch. Als er seine Ex-Flamme durch Tod und seine Freundin durch sein Verhalten verliert, kommt er auf die glorreiche Idee alle seine Verflossenen abzuklappern und jeder die "und wie war ich in der Kiste" Frage zu stellen, ist doch für mich ziemlich jämmerlich.
Wie der Titel ja schon verrät, erleben wir also einige Hausbesuch-episoden, wobei die Reaktionen der Damen durchaus unterschiedlich ausfallen, vom sanften Bützchen aus Freundschaft bis zu offener Ablehnung ist alles vertreten. Logisch auch das der alte Charmeur Jesse auf dem Trip einiges über sich selbst  kennenlernt, was ihm vorher fremd war.
Zum Glück legt der Film in der zweiten Hälfte etwas an Tempo zu und auch einige Gags kommen an, dennoch bleibt 7 Girlfdriends ein gewöhnungsbedürftiges Vergnügen. Wer sich bei dauernden Gefühls-Ringelrein wohl fühlt wird hier noch am ehesten Spaß haben, ich würde den Streifen eher ganz depektierlich als Frauenfilm bezeichnen. Wer aber mal wieder seine Emotionen Gassi führen möchte, kann mal reinschauen.
4/10

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