Review

Die Hoffnung, der zweite Film würde – nun befreit von der Last der Origin Story – zügellos Vollgas geben, erfüllt DP2 nur zum Teil, etwa ab der Hälfte, um genau zu sein. Bis dahin nämlich hemmt den Film noch sein unverständlicher Anspruch, ernsthafte Emotionen mit Over-the-top-Brutalitäten und Metajokes zu vereinen. Das war schon in Teil 1 eine Spaßbremse.

Spätestens mit dem Casting der „X-Force“ wird DEADPOOL 2 dann aber glücklicherweise zum erwarteten und nur schwer zu widerstehenden Supernonsens, der zwar nicht alle Genreregeln bricht, aber sie zumindest augenzwinkernd kommentiert ("CGI-Fight!").

Highlights des Sequels sind zum einen Zazie Beez’ „Domino“, deren Superkraft „Glück“ an und für sich gängige Actionszenen und Fights in haarsträubende „Was-passiert-dann“-Maschinerien verwandelt – ein hübscher Twist und ein cooler Character. Und zum anderen die Post-Credit-Szenen, die rückwirkend nicht nur auf DIESEN Film Einfluss nehmen... Zu den subtileren Gags gehört, dass Deadpools „Tod“ vom Soundtrack der Sterbeszene aus LOGAN untermalt wird und dass einer der größten Stars Hollywoods für einen gerade mal 8 Frames kurzen Cameo-Auftritt hereinfliegt.

Natürlich sind auch dieses Mal wieder viele Witze Geschmackssache, was bei der Gagdichte aber verzeihbar ist, irgendwas ist für jeden abseitigen Humor dabei.

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