Die letzten kleinen Puzzleteilchen
"The Missing Pieces" stellt ein paar aus "Fire Walk With Me" geschnittene Szenen zusammen und bringt sie in eine einigermaßen sinnvolle Reihenfolge, wenn wir wieder den Ermittlungen rund um den Tod von Laura Palmer folgen bzw. den letzten Tagen und Nächten im Leben der mysteriösen Schönheitskönigin...
Versprengte Genialitäten
Es war klar, dass David Lynch für seinen sagenhaften "Twin Peaks"-Kinofilm eine Menge Material auf dem Boden des Schneideraums liegen lassen musste. Aber dass das für einen eigenen, halbwegs kongruenten Film reichen könnte? Damit haben wohl selbst seine hoffnungsvolleren Fans nicht gerechnet. Doch nicht weniger als genau das ist "Twin Peaks: Missing Pieces", etwas mehr als nur eine Ansammlung von Deleted Scenes und Alternativmaterial rund um das beschauliche und geheimnisunterfütterte Fichtenstädtchen. Vor allem wenn man eh einen Narren an diesem Mythos gefressen hat. Trotzdem kann man bei 80-90% des Materials schon verstehen, warum es nicht unbedingt benötigt wurde. Und richtig Sinn ergibt die Story hierin auch nicht - aber das ist bei Lynch ja eh kein Problem. Und in diese Abgründe einer alleinstehenden "Extended Version" begeben sich ja eh nur hartgesottenere Anhänger, die diese "Missing Pieces" ganz sicher zu schätzen wissen werden. Ich persönlich will sie nicht missen, trotz ein paar seltsam-plötzlicher Schnitte und Szenenabbrüche, hätte sie aber noch lieber in einem echten "Director's Cut" von "Fire Walk With Me" untergebracht gesehen...
Fazit: Für "Twin Peaks"-Fans ein interessantes Muss. Für den Rest eher zäh und zusammenhanglos. Trotzdem mit ein paar feinen und fiesen Momenten (z.B. aus der "Black Lodge" oder mit David Bowie) bei denen man sich schon fragt, warum sie geschnitten wurden...