... 1982 erzählt der Film von der Ausbeutung zahlreicher Landarbeiter(innen), die von der Marquesa de Luna in Unkenntnis über die Gesetzeslage und ihre Rechte und gewissermaßen in einer modernen Sklaverei als Leibeigene gehalten werden. Lazzaro, ein stiller Sonderling, ist der duldsamste von ihnen und geht eine freundschaftliche Beziehung mit Tancredi, dem Sohne der Marquesa, ein, der teils aus überheblicher Neugier, teils aus echter Verbundenheit an dem Arbeiter Gefallen findet, den er scherzhaft als einen potentiellen Halbbruder identifiziert.
Im Mittelteil des Films, als das Gleichnis der sonderbaren Beziehung zwischen einem Heiligen und einem gealterten Wolf erzählt wird, stürzt Lazzaro einen steilen Hang hinab. Als er nach dem scheinbar tödlichen Sturz doch noch erwacht, hat die Polizei - indirekt dank Tancredi und Lazzaro - die kriminellen Machenschaften längst aufgedeckt: Das Anwesen steht leer, die Menschen sind allesamt verschwunden. Eher zufällig verschlägt es den Träumer in die große Stadt, wo er die ehemaligen Landarbeiter und schließlich auch Tancredi wiederentdeckt, der seinerseits tief gesunken und ein Opfer der Banken geworden ist. Doch während Lazzaro unverändert aussieht, sind die übrigen Figuren um Jahre gealtert. Erneut fristen sie als Außenseiter ihr Dasein und Lazzaros unwillkürliches, naives Bemühen um Gerechtigkeit wird ihm zum Verhängnis...