K, mal sehen, ob ich den Storyverhau hier noch auf die Reihe bekomm:
Es geht um diesen Typen (gespielt von Emilio Estevez), ein echter Punk im Geiste, der auf nichts weniger Bock hat als auf Autorität und Arbeit.
„Willst du Geld verdienen?“ – „Fick dich, Tunte!“
So seine Worte, als ihm ein Unbekannter, kurz nachdem er zum zigsten Mal einen Job hingeschmissen hat, Arbeit anbietet. Weil mit der Maloche aber auch ordentlich Zaster winkt, willigt der „Rebel without a Cause“ schließlich doch ein und fungiert seither als „Repoman“.
Doch wer oder was ist bitteschön ein „Repoman“?
Also, wenn jemand ein Auto auf Pump kauft, dieses dann frecher Weise aber einfach nicht komplett bezahlt, dann stattet ein netter Herr dem Schuldner einen Besuch ab und nimmt das nicht fertig abbezahlte Auto einfach wieder mit – und genau diesen netten Mann nennt man „Repoman“.
Diesen Vorgang der Autowiederbeschaffung dürft ihr euch aber freilich nicht so vorstellen, dass der Repoman klingelt und freundlich fragt, ob er wohl bitte die olle Rostlaube wieder mitnehmen könne. Nein, er knackt den Schlitten, stößt dabei meist auf heftigen Widerstand seitens des unrechtmäßigen Besitzers und braust dann über alle Berge davon.
Ein actionreicher Job wie es scheint…
Doch jetzt kommt’s erst, Leute: Zeitgleich ist auf den Straßen der Stadt ein mysteriöser Wagen unterwegs, dessen Kofferrauminhalt die nationale Sicherheit zu bedrohen scheint. Jeder, der versucht, einen Blick auf die Fracht zu werfen, wird jedenfalls buchstäblich pulverisiert.
Es kommt wie’s kommen muss: Eines Tages wird unser Jungspund auf den Killerwagen angesetzt…
Tja, REPOMAN ist schon ein ziemlich stranges Stück Film. Es wird viel geprügelt, viel geflucht und gesoffen, so viel Müll gelabert, dass man glauben könnte, der Junge versuche hier irgendeinen Rekord aufzustellen, und manchmal wird sogar gänzlich unmotiviert auf offener Straße Pogo getanzt. Neben etlichen Verfolgungsjagden und viel krachigem Garagen-Rock hat der Streifen aber vor allem eines zu bieten und zwar Hirnverbrühtheit soweit das Auge reicht.
Leider ist es schon a Zeidl her, dass mir dieser Hallodri unter die Augen gekommen ist. Was ich aber noch weiß, ist, dass mir dieser Film so was von bescheuert, überdreht und zusammenhangslos vorkam, dass ich fast meinte, eine „Troma“-Produktion vorliegen zu haben.
Der Streifen hangelt sich jedenfalls von einen schrillen Szenario zum nächsten, schafft es dabei aber irgendwie trotzdem bei Laune zu halten, wenn auch auf eine sehr seltsame Art und Weise, da man fast die ganze Zeit von der allgegenwärtigen Merkwürdigkeit benebelt ist.
Und am Ende entpuppt sich das Auto mit der sonderbaren Fracht mal so nebenbei als Ufo. Naja, wieso auch nicht…, aber Ufos sind ja in Wirklichkeit Zeitmaschinen. Das macht dann natürlich schon wieder deutlich mehr Sinn…
„Sowas kommt vor, Menschen explodieren einfach.“
REPOMAN ist ein abgedrehtes B-Movie mit viel Punkrock und Nonsens. Kein Actionfilm und auch keine Komödie im eigentlichen Sinne, aber zweifelsfrei ganz nett.
Einen roten Faden hat der klapprige Kauderwelsch zwar nicht, aber Regeln sind sowieso was für Lutscher.
Anarchie! Mehr sog i ned…