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Und zum gefühlt zweihundertsten Male muss PARANORMAL ACTIVITY als Inspiration herhalten - ja, wird sogar einmal explizit im Film genannt. In der knapp einstündigen "Geisterjagd" wird so viel Zeit damit verbracht, all die Kameras aufzustellen und eine Hintergrundgeschichte über eine Mörderin zu etablieren, dass am Ende kaum noch Zeit übrig ist für den eigentlichen Spuk. Kein Wunder also, dass da Raum für mehr ist. Für sehr viel mehr! Denn Regisseur Turner Clay startet hiermit seine eigene preiswerte und beliebig erweiterbare Found-Footage-Endlos-Saga, so wie ungefähr zeitgleich ein Nigel Bach mit seinen BAD BEN Streifen. Nur ist Clay ein sehr viel kompetenterer Filmemacher als der trashige Amateur Bach, setzt mehr auf ultra-subtilen Grusel als auf Puppenspielereien und Statisten mit Clownsmasken. Ausgebildeter Pilot ist der Mann auch noch, wie er uns gleich 2 Mal eindrucksvoll beweist.