Review
von Leimbacher-Mario
Wenn beim Küssen die Füße einschlafen
"The Kissing Booth" erzählt von einem jungen Mädchen, ihrem besten Freund und dessen großen Bruder... und ab da kann sich jeder den Rest denken. Einen Innovationspreis gewinnt diese junge Netflix-Romanze wahrlich nicht. Da kann ich mir sogar eine Inhaltsangabe sparen. In Sachen Verkupplung spielt die namensgebenden Küssbox noch eine Rolle, ansonsten ist hier nicht viel zu holen... Definitiv im unteren Drittel der Netflix-Klamottten angesiedelt!
Joey King und ihr bester Buddy im Film haben durchaus Chemie, ebenso kauft man ihr den Crush auf den vor lauter Klischees fast untergehenden Schwarm ab. Der Film ist schnell und hochwertig produziert, hat den passenden Pop-Soundtrack, hübsche Menschen und... viel Langeweile. Oder sagen wir besser wenig Überraschungen. Denn Langeweile wäre das falsche Wort, wenn die Zeit doch recht schnell verfliegt. "The Kissing Booth" ist wie ein beliebiger Nicolas Sparks-Bestseller, nur für die Allerjüngsten. Oder die jüngste Fraktion, die man "versexen" kann ohne Ärger zu bekommen. Auch wenn man diesen Aspekt bei so einem Leichtgewicht von Film nicht zu ernst nehmen sollte. Erst recht wenn die Jugend von heute gefühlt ja wirklich immer frühreifer wird. Kitschig. Seifig. Belanglos. Aufregen sollte man sich hierüber nicht.
Fazit: viele Küsse, wenig Magie - "The Kissing Booth" ist ein Netflix-Zeitvertreib der schmalzigen und lahmeren Sorte. Eine Teenie-Schmonzette, die auch wirklich nur für diese Altersgruppe ist. Und selbst da wird das für wenig Aufregung sorgen... Eher zum Chill'n als zum Netflixen.