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Wenn man selbst in einer kleineren Stadt als langhaariger Metalhead aufgewachsen ist, dann erkennt man hier einiges wieder, was Turo und seiner Band so alles passiert. Vorurteile, Proberaum, Aussicht auf einen Auftritt. Letzteres setzt hier einige Ereignisse in Gang, die nicht nur einen Blitzer und eine Reise nach Norwegen beinhalten, sondern auch, dass man sich manchen Herausforderungen im Leben einfach irgendwann stellen muss.

Als Komödie zielt „Heavy Trip“ nicht auf Lacher am Fließband ab, aber wenn er witzig sein will, ist er es meist auch. Das reicht von Klischees über eine Parodie auf Tom Cruise in „Risky Business“ bis zu ein paar  tiefergelegten Scherzen. Aber es hält sich die Waage und als Film aus dem Norden kommt auch der Juuso Laatio  und Jukka Vidgren inszenierte Spaß nicht ohne ein paar kühle Töne aus. Diese stehen dem Werk gut und geht der titelgebende Trip auch erst recht spät im Film los, so bekommt man hier sogar noch einige schöne Landschaftsaufnahmen on top.

Einen Extrapunkt gibt es, bei dem Sujet nicht ganz unwichtig, für die Musik. Entgegen vieler anderer Musikkomödien aus dem härteren Bereich bedient „Heavy Trip“ tatsächlich den Fan. Zwar gibt es von dem amtlichen Geballer nie genug, aber der Song von Impaled Rektum ist einfach richtig gut. Was auch daran liegen mag, dass für die musikalische Leitung des Films entsprechendes Personal aus der Szene verpflichtet wurde. Musikalisch ist das Werk eine runde Sache und nicht so weichgespült, wie man es von anderen Produktionen kennt.

„Verdammter Legolas!“

Mit guter Musik und sympathischen Figuren garniert bietet diese Komödie rund um Metalheads aus Finnland für das geneigte Publikum einigen Spaß, obwohl es gerne ein paar Gags mehr hätten sein dürfen. Mit einer guten Mischung aus Humor und Interesse für die Charaktere ist das ein Trip, der sich lohnt. Und so verdient sich „Heavy Trip“ eine Pommesgabel nach oben.

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