iHaveCNit: Skyscraper (2018)
Dwayne Johnson schwimmt gerade auf einer Retrowelle und nutzt bekannte Namen und Filmkonzepte als moderne Actionvehikel. Egal ob die Rettungsschwimmer aus Baywatch, einem Erdbeben-Katastrophenfilm, dem Dschungelbrettspiel „Jumanji“, ein altes Arcadegame oder auch die klassische Buddy-Actionkomödie. Nun macht er ganz offensichtlich auf Bruce Willis im Jahre 1988 und bringt nun in dem von Rawson Marshall Thurber geschriebenen und inszenierten „Skyscraper“ seine eigene Version von „Die Hard“ in die Kinos. Wie jedes klassische Dwayne-Johnson-Actionvehikel ist auch hier ein spaßiger und unterhaltsamer Quatsch garantiert.
Will Sawyer ist Jahre nachdem er Einsatzleiter bei FBI-Einsätzen und Soldat gewesen ist ein selbstständiger Sicherheitsberater. Sein nächstes Projekt ist das „Pearl“ in Hongkong – ein über 200 Stockwerke und 1 Kilometer hoher Wolkenkratzer. Am selben Abend nachdem er das Meeting mit dem Besitzer des Pearls hatte infiltrieren schwer bewaffnete Truppen das Hochhaus und das außerhalb gelegene Sicherheitszentrum. Der Wolkenkratzer fängt Feuer und Sawyers Frau und Kinder befinden sich im Hochhaus. Für Will steht nur eines fest – seine Familie retten.
Der Film nimmt keine Gefangenen und geht nach kurzem Vorgeplänkel direkt in die Vollen. Alles was in diesem Film passieren kann, wird auch passieren. Vom Standpunkt der Action bringt der Film nahezu alles, was nicht wirklich logisch ist und genau darauf abzielt den guten Dwayne Johnson als Übermenschen darzustellen für den man die größten Sympathien entwickeln muss, weil man dahingehend sowohl von der Inszenierung als auch vom Drehbuch heraus entsprechend manipuliert wird. Man klaubt sich Ideen aus „Die Hard“ ; „Mission Impossible: Ghost Protocol“ und soweit ich irgendwo gelesen habe aus „Flammendes Inferno“ heraus. Das ist nicht wenig originell aber immer noch besser gut geklaut als schlecht selbst erfunden. Visuell ist der Film beeindruckend geworden aber die Action wirkt sehr artifiziell und zu hektisch gefilmt und geschnitten. Dass ein Großteil der Handlung dann in der Dunkelheit stattfindet hilft natürlich auch einiges an Makeln zu kaschieren, doch hier geht einiges an Übersichtlichkeit verloren. Wer sich daran nicht stört und einfach einen entspannten, unterhaltsamen und spaßigen Quatsch mit Dwayne Johnson sehen will, ist hier richtig. Ich bin da etwas zwiegespalten, so dass Aufzug in den wertungstechnischen 10. Stock irgendwo etwas über der Mitte hängen bleibt.
„Skyscraper“ - My First Look – 6/10 Punkte.