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Die Luxusjacht des Schahs von Persien geht vor der Mexikanischen Küste in die Luft. Die Täter entkommen unerkannt. Da liegt nun das teure Schiff auf dem Meeresgrund; und Gerüchten zufolge befindet sich an Bord ein gewaltiger Schatz - sowie eine geheimnisvolle Liste. Keine Frage, daß sich sehr schnell Killer aus aller Herren Länder ein Stelldichein geben, um an die begehrten Sachen zu gelangen. Profikiller Flemming erhält den Auftrag, für zwei Millionen Dollar besagte Liste zu seinem Auftraggeber zu bringen.

So weit, so schlecht. Nun mag die Inhaltsangabe nicht mal so übel klingen, zudem ist der Film mit Glenn Ford, Henry Silva und Chuck Connors (als Flemming) auf dem Papier recht gut besetzt ist - aber dann:

Mieses Filmmaterial, die Kamera läßt kein Einstellungsklischee aus, die Dialoge sind an Bedeutungslosigkeit nicht mehr zu überbieten (der entsprechende Autor hat wohl bisher nur an »Klassikern« wie "Meine erste Lese-Fibel" gearbeitet). Dem Produkt wird der entgültige Todesstoß jedoch von der lausigen Regie versetzt. Die Schauspieler tapsen hilflos durch den Handlungsdschungel, der trotz seiner Verworrenheit keine Überraschung bietet (hat jemand die ominöse Liste, taucht aus dem Gestrüpp sofort die Konkurrenz auf und Peng-Peng). Die Actionsequenzen sind erbärmlich, die Shoot-Outs hart an der Grenze des Erträglichen (von der technischen Seite her, nicht vom Härtegrad). Auch gibt es hier wieder diese herrlichen Autos, die bei der geringsten Berührung explodieren, ausgenommen natürlich jenes, welches die Liste an Bord hat: das darf eine Kiesgrube hinunterstürzen und wird dabei nur zerbeult.

Man kann dieses Machwerk getrost als einen Tiefpunkt in der Karriere der obengenannten Schauspieler ansehen, die sich nicht einmal die Mühe machen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen (wahrscheinlich war ihnen von vornherein bewußt, daß hier nichts mehr zu retten ist).
Das "Lexikon des internationalen Films" vermutet den Zusammenschnitt aus einer TV-Serie.

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