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Caprice ist ein Film, den Anbieter HanseSound zusammen mit Bitte nicht stören! (1965) und Eine zuviel im Bett (1963) in seine Doris Day Premium Collection steckte. Alle drei Titel stammen aus dem Hause Melcher-Arcola Productions und wurden ursprünglich von 20th Century Fox vertrieben.

Deren farbenfrohes Logo zu Beginn stimmt samt Alfred Newmans berühmter Fanfare mit CinemaScope-Extension (gibt es eigentlich einen schöneren Filmanfang?) auch gleich auf großes, klassisches Hollywood ein. Die Erwartungen kann der Film jedoch nicht erfüllen.

Caprice ist nämlich keine typische Doris-Day-Screwball-Romanze, sondern ein halbherziger Agentenfilm, dem beim Erzählen der Story um Industriespionage in Paris zwischendurch immer wieder die Luft ausgeht.

Ein weiteres Problem ist hier der männliche Hauptdarsteller Richard Harris, der im Vergleich zu Days sonstigen Partnern wie James Garner und vor allem Rock Hudson doch ziemlich blass bleibt und sogar irgendwie nervt.

Harris, ansonsten ein durchaus guter wie renommierter Schauspieler, ist hier einfach fehlbesetzt und außerdem stimmt die Chemie zwischen ihm und Doris nicht.

Regisseur Frank Tashlin, der als Comedy-Spezialist u.a. einige der besten Jerry-Lewis-Filme inszenierte, kurbelte Caprice zwar routiniert herunter, konnte dem Film aber nie den Stempel des Besonderen aufdrücken.

Die Bildqualität unterliegt vielen Top-Restaurierungen vergleichbarer Klassiker wie Ben Hur deutlich, lässt aber durchaus immer wieder HD-Feeling aufkommen.

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