Review

Mal abgesehen von einem Crossover ist es der fünfte Teil der Reihe um „Lake Placid“, die 1999 ins Leben gerufen wurde. Regisseur Darrell Roodt konnte mit „Safari“ und „Prey“ bereits eingehende Erfahrungen im Bereich des Tierhorrors sammeln, doch hier bleibt er deutlich hinter seinen Möglichkeiten.

Ein Aktivistenteam um Sam, Jade und Alice nimmt die Herausforderung an, es vor dem Konkurrenten bis zu einem verbotenen See zu schaffen. Dort angekommen entdeckt die Gruppe eine zerstückelte Leiche, kurz darauf wird ihr Boot zerbissen. In den Mauern einer verwaisten Forschungsstation versuchen sie zu ergründen, was es mit ihrem mutierten Verfolger auf sich hat…

Das erste Drittel verlauft erwartungsgemäß, jedoch im eher positiven Sinne: Die Figuren sind rasch etabliert, das isolierte Gebiet strahlt eine unheilvolle Atmosphäre aus und der Fund einer zerstückelten Leiche hoch oben auf einem Baum lässt einen immens hartnäckigen Mutanten vermuten. Nach dem ersten Ableben und einem gebrochenen Bein ist einigermaßen Spannung gegeben, doch das ändert sich mit Betreten der Forschungsstation schlagartig.

Denn ab hier läuft die Chose recht eindimensional ab. Die Gruppe latscht durch austauschbare Gänge, seilt sich an einer Stelle ab und trennt sich, doch die Bedrohung taucht allenfalls sporadisch auf, um einen menschlichen Snack zu sich zu nehmen. Dies geschieht häufig im Halbdunkel oder aus merklicher Distanz, was Schwachstellen oberflächlicher Effekte kaschiert. Das Krokodil selbst wurde ebenfalls nicht allzu detailliert in Szene gesetzt, erst gegen Finale fallen die Bewegungen etwas geschmeidiger aus.

Leider ist kaum ein Mitfiebern gegeben, die Charaktere erscheinen oberflächlich und austauschbar, während es nicht den Hauch einer Auflockerung gibt, da sich der Stoff von A bis Z sehr ernst nimmt. Zwar ist einigermaßen Bewegung im Spiel und der Score fällt zumindest nicht allzu aufdringlich aus, doch bei alledem mangelt es an Spannung und etwaigen Überraschungen.

Somit bildet Teil fünf den bislang schwächsten der Reihe, zumal der Stoff null Charme versprüht und die eindimensionalen Sets, als auch die teils unlogischen Handlungsweisen kaum Kurzweil mit sich bringen. Inhaltlich gibt es indes keinen Bezug mehr zu den Vorgängern, umso beliebiger erscheint „Legacy“, den man selbst als Fan der Reihe getrost auslassen kann.
3,5 von 10

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