Fear Window
Ein Mann im Rollstuhl, der mit einem Fernglas seine wahrscheinlich gefährlichen Nachbarn beobachtet und sich so (noch tiefer) in die Scheisse reitet. Klar, dass da mehr als nur einmal Gedanken an den Hitchcockmeilenstein hochkommen. Aber das ist ja halb so wild, mit dem muss, kann und will man sich ja gar nicht messen, sein Grundgerüst bleibt zeitlos und jederzeit gut nutzbar für Spannung und knifflige Situationen. Hommagen an ihn sind immer gerne gesehen. „Nommer 37“ aka „Das Fenster zum Tod“ kann das in seinen besten Momenten auch für sich nutzen, ist im Endeffekt aber nichtmal mehr ein blasser Abklatsch des überlebensgroßen Vorbilds...
+ südafrikanisches Setting
+ natürliche Darsteller
+ dreckige Kulissen
+ intensiver Hauptdarsteller
+ ein paar Härteausreisser
+ eine Handvoll spannender Manöver
+ Idee bleibt voller Potenzial
+ positives Ende
+ brauchbarer Score
+ glaubhafte Beziehung/Liebe
+ frische Gesichter
— Nebendarsteller etwas lächerlich und eher Abziehbilder
— deutlich zu lange Laufzeit
— kaum Überraschungen
— konnte mein Interesse nicht über die ganze Länge halten
— Ende nicht konsequent
— zu wenig Spannung und intensive Szenen
— lahme Geschichte
— sichtbar niedriges Budget
— wenig Style
— eher Stangenware; fast TV-Niveau
— Idee schon soooo oft gesehen; nicht selten besser
— Gangsteraufguss
— nur dieser eine Schauplatz
— ärgerlich blödes Figurenverhalten oft
— erforscht seine moralischen Dilemmas nicht genug
— sehr oberflächlich und 08/15
Fazit: ein gerade noch solider Gangsterthriller & Spannungsbeitrag aus Südafrika, der jedoch durch ärgerliche Längen, selten dummes Verhalten und seine arg abgenutzte Idee, der er auch kaum etwas Neues hinzufügen kann oder auch nur will, leider nie auf wirklich gutes internationales Niveau kommt oder zur echten Empfehlung wird. Lieber nochmal die vielen, besseren Vorgänger im Geiste gucken - von „Disturbia“ bis zum unerreichten Hitchcock-Edelstück. Das hier ist leider nur im Heimatland eine Hausnummer.