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Eine Gruppe von Medizinstudenten macht bei der Obduktion einer Brandleiche eine ebenso grauenhafte wie faszinierende Entdeckung. Sie vermuten, bei der Leiche könne es sich um einen Vampir handeln. Endlich könnte jemand das Geheimnis des ewigen Lebens erforschen. Mit ihrem Interesse an der mysteriösen Leiche sind sie nicht allein, zwei weitere Protagonisten treten auf den Plan. Ein unbekannter Anrufer bietet 30 Millionen Dollar, sollten sie ihm den verbrannten Körper überlassen. Zudem lässt sich Pater Uffizi im Leichenschauhaus blicken, der ebenfalls den vermeintlichen Dracula haben will. Beide werden von den Studenten ausgetrickst, indem sie die begehrte Brandleiche mit einer anderen vertauschen. Die echte bringen sie in ein Landhaus, wo sie in eine mit Blut gefüllte Wanne getaucht wird. Das erweckt den Vampir zu neuem Leben. Durch weitere Experimente nehmen einige Studenten vampirische Züge an und werden selbst unsterblich.

Und wieder mal ein Sequel das kostengünstig in Europas Osten produziert wurde. Mittlerweile hat man ja das Gefühl, das wenn man einen Filmschauspieler auf der Straße treffen möchte, die Chancen in Kleinstädten der Walachei größer sind als am Walk of Fame. Zumindest Jason Scott Lee und John Light müssen sich wohlgefühlt haben da beide im Anschluß sogar noch Gods Army V dort abdrehten (oder vielleicht war einfach nur der Dollarkurs grad günstig zu der Zeit).
Der Film selber knüpft nahtlos an das Finish aus dem ersten Teil an. Dracula wird massiv angekokelt in eine Leichenhalle eingeliefert und eine Gruppe Studenten hält es für eine gute Idee, den Vampir durch ein Bad in Blut wiederzubeleben, naja werden schon sehen was sie davon haben. Zuvor gibt es noch eine nette Teasersequenz in der die Rolle des Kampfpaters eingefügt, der eine vermeintlich hilflose junge Frau durch die nächtlichen Straßen jagd. Die Dame stellt sich jedoch als Untote vor und bringt sogar noch ihre Zwillingsschwester mit, was letztenlich bei zwei drittel der Beteiligten zur Dekapitation führt. Anschließend versumpft der Film allerdings eher in einem biologisch anatomischen Experiment, als in einem Horrorfilm. Der mühsam etablierte biblische Hintergrund, den der Pfähler aus dem Vorgänger mitbekommen hat, wird bis auf eine kurze Szene am Schluß komplett über Bord geworfen. Zudem wurden, bis auf den Regisseur, alle Rollen und Charaktere neu besetzt, so daß von Konstanz nicht wirklich die Rede sein kann. Teil 2 und 3 sind eigentlich gänzlich eigenständige Filme.
Dennoch hat mir Ascension sogar noch einen Tick besser gefallen als Dracula 2000. Nicht das hier ein wirklich gutes Werk vorliegt, aber allein die Figur des Daywalkenden Kampfpredigers (Blade läßt schön grüßen), als auch die etwas erwachsenere Machart (sieht zumindest nicht mehr nach MTV Style aus) kamen bei mir zumindest besser an. Ob die Nummer das Vampire als Körnerzähler und Knotenlöser unterwegs sind auf wahrer Mythologie basiert oder pure Fiktion ist, keine Ahnung, aber irgendwie hat mir die Idee ganz gut gefallen, ganz im Gegensatz zum zu offenen Ende, das eigentlich nichts klärt und nur sagen möchte "schaut euch Teil3 gefälligst auch an, sonst wißt ihr nicht wies ausgeht".
5/10

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