Review

Selten habe ich einen so uneinheitlichen, filmisch heterogenen, zwischen den Genres hin- und herspringenden Film gesehen. War das nun eine beinharte Romanze à la "True Romance" mit bekanntem Happy-End oder eher ein insgesamt seichtes Melodram mit Gangster-Einschüben, das unter der geballten Last einer emotionalen Pathos-Überdosis zu ersticken droht?

Man weiß es nicht, und der Regisseur - immerhin ein anerkanntes Mitglied seiner Zunft ("1984") - scheinbar auch nicht. Die an sich simple Story vom taffen Mädel und unbeholfenem Lehrer, die sich trotz diverser Erektionsstörungen zu einem funktionierendem Pärchen finden, verirrt sich mal in die Romanzen- und dann wieder in die Crime-Nische. Ein schlüssiges Konzept sieht anders aus.

Bevor indes hier der Stab vollends gebrochen wird, seien auch die Highlights erwähnt: ein größtenteils cooler, weil jazziger Soundtrack, eine gelungene Colorierung der Bilder und - das ist sicherlich Geschmackssache - ein mitunter nett anzusehendes Mitwirken einer in diversen Szenen ihrer Kleider ledigen Asia Argento. Wie gesagt, alles sehr subjektiv, und trotzdem gibt es gerade mal 6/10.

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