Jeden 23. Frühling erscheint es für 23 Tage um zu fressen.
Victor Salva hat es wieder angerichtet und beschert uns den zweiten Teil seines Überraschungserfolgs von 2001. In diesem Fall halte ich die Fortsetzung sogar noch für gelungener.
Auch wenn die Story wenig hergibt, hat Salva die Sache sehr dicht inszeniert und auf klaustrophobische Stimmung und Hochspannung gesetzt.
Zu Beginn sehen wir, wie der jüngste Sohn des Farmers Jack vom Creeper geholt wird, der alsbald mit seinem älteren Sohn ein paar Waffen schmiedet, um auf Rachefeldzug zu gehen.
Derweil hat der fliegende Unhold einen Schulbus mit zwei Wurfsternattacken lahm gelegt und greift nun in unregelmäßigen Abständen an, um sich einen der Insassen zu schnappen.
Ganz einfaches Prinzip, das geschickt verpackt wurde, denn es wird trotz überdurchschnittlich hoher Laufzeit nie langweilig. Der Creeper wurde sauber gestaltet und kann mit seinen Kopfüberblicken in den Bus ein paar schaurige Momente erzeugen.
Bis auf eine Kopf-Ab-Szene fließt zwar wenig Blut, aber der umherkreisende Blitz-Regenerator sorgt mit seinen schnellen Angriffen für hochspannende Momente, so dass es auf vordergründige Splatttereinlagen nicht so sehr ankommt.
Die Figuren im Bus sind zwar recht oberflächlich gezeichnet und es gibt leider auch keinen Helden, mit dem man mitfiebert, aber dafür spielt niemand unterdurchschnittlich.
Die Musik treibt das Tempo ordentlich an und ein paar Vogelperspektiven aus Sicht des Creepers auf fliehende Opfer sind ebenfalls recht gelungen.
Eine konsequente Fortsetzung also, schön geradlinig und immens spannend, sowie dicht atmosphärisch. Wie schön, wenn man einem mit so einfachen Mitteln einen unterhaltsamen Abend bescheren kann…
8 von 10 Punkten