THE CREEPER IS STILL HUNGRY….
Jeepers Creepers 2 knüpft mit kurzem zeitlichen Abstand an die Geschehnisse von Teil 1 an. Das verdeutlicht der Kurzauftritt von Justin Long, Opfer und Hauptdarsteller im Vorgänger, in einer Traumsequenz. Diesmal hat sich der Creeper die Basketballmannschaft einer Highschool als Appetithäppchen ausgesucht, die wegen einer Reifenpanne mit ihrem Schulbus liegenbleibt und mehr oder weniger darin festsitzt. So bekommt der Begriff „Dosenfutter“ eine ganz neue Bedeutung. Nachdem die beiden Coaches und die Busfahrerin weggeknuspert wurden, geht’s auch schon den ersten Kids an den Kragen
In einem zweiten, parallelen Handlungsstrang bereitet sich Farmer Taggert vor, den Kampf gegen den Creeper aufzunehmen. Wurde sein Jüngster doch schon zu Anfang Opfer der Kreatur.
Man kann Jeepers Creepers 2 einiges zu Gute halten. Die Entscheidung einen beachtlichen Teil des Budgets in die handwerkliche Ausfertigung des Creepers zu investieren zahlt sich absolut aus.
Die Maskenbildner haben einen wirklich guten Job gemacht, dessen Qualität sich vor allem in den doch recht langen Nahaufnahmen des Gesichts der Kreatur zeigt. Alles wirkt sehr stimmig, die Bewegungen sind vielfältig und sehr natürlich. Überhaupt sind so gut wie alle handgemachten Effekte rundum gelungen. Und davon gibt’s ne ganze Menge. Die CGI des fliegenden Creeper allerdings hakt doch gewaltig, ist dafür aber sparsam eingesetzt und allemal auf dem Niveau eines „Sharknado“, obwohl zehn Jahre eher produziert.
Sehr positiv bewerten möchte ich den Cast. Die Riege der Jungmimen agiert absolut solide, bisweilen sogar mit überzeugender Mimik. Vor allem in den wenigen längeren Dialoszenen die weit weniger aufgesetzt wirken als in vielen anderen Genrevertretern. Und peinlich ist schon mal gar keiner.
Ray Wise als Farmer Taggert agiert ebenso solide. Keine Ausfälle zu vermelden. Drei, vier gröbere Logikpatzer ( man kann einen Bus auch durch die Fenster verlassen, wenn die Türen klemmen, und binnen zwei Stunden latscht niemand 10 Meilen durch die Nacht) kann man verschmerzen weil das Gesamtprodukt durchaus gelungen ist. Die Temposchraube wird stringent
angezogen, in der zweiten Filmhälfte geht dann richtig die Post ab und der
Goregehalt ist auch ganz ok. So ist Teil zwei der klar Bessere der
Beiden und auf jeden Fall eine Sichtung wert. Sieben Punkte, Tendenz zu acht.