Review
von Leimbacher-Mario
Heller, aber nicht heller
„Jeepers Creepers 2“ lässt wieder die Flügel flattern, Köpfe rollen und Knochenninjasterne fliegen - dieses Mal dünnt der Creeper vor allem in einer Basketballklasse auf Durchreise samt Cheerleadern die Reihen aus…
Bei einem Schulbus gut gefüllt mit etlichen Teenagern und Lehrkräften ist es leicht zu merkender Fakt, dass es hier natürlich nicht die Identifikationsfiguren und Sympathieträger wie im Original geben kann. Außerdem ist der Creeper nun wesentlich agiler, flotter und öfters computeranimiert. Die gesamte Gangart ist mehr auf Tempo und Spektakel als Furcht und Spannung angelegt. Aber das muss, abgesehen vielleicht vom ersten Punkt, nicht unbedingt negativ ausgelegt werden. Auch Teil 2 hat ohne Frage seine Stärken, selbst wenn er insgesamt schon eine Klasse tiefer spielt. Eine gewisse Grundhärte ist noch immer deutlich gegeben, der Bodycount kann sich sehen lassen, das klassische Monstermoviefeeling fehlt zum Glück nicht, ein Gesicht und Creeper-Jäger wie Ray Wise ist immer gerne gesehen, bringt Mehrwert. Es gibt sogar eine kurze Rückkehr von Justin Long. Mein geliebtes unterschwelliges, aber nie den Ernst der Sache nehmendes Augenzwinkern scheint wieder an den richtigen Stellen. Das einsilbige Setting bringt eine gewisse Eingeschränktheit aber auch Intensivität mit sich. Das Make-Up der „Frühlingsbestie“ ist noch immer gut bis exzellent. Er braucht keine Worte oder Einzeiler um einen sowohl zum Schmunzeln wie zum Schaudern zu bringen. Insgesamt war hier Victor Salva noch in guter Form und man merkt jederzeit, dass er großer Fan solcher Figuren und Kreaturen und Filme war/ist.
Fazit: eine solide, flotte, befriedigende Fast Food-Fortsetzung für den Creeper - allerdings mit mehr Fokus auf Action und Masse anstatt Spannung und Klasse. Verhält sich ein bisschen wie „The Lost World“ zu „Jurassic Park“.