"Alle 23 Jahre kommt es für 23 Tage um zu fressen..."
Unglückerweise fährt ein Footballteam nach seinem Sieg gerade zu dieser Zeit über den Highway auf dem das Biest sich seine Beute sucht...und gerät so in einen wahrhaft schrecklichen Albtraum.
"Jeepers Creepers" war schon immer ein sehr besonderer Horrorstreifen der sich kaum mit anderen vergleichen lässt. Das Wesen, der Creepers, was auch immer ist wohl die merkwürdigste Gestalt die jemals über den Bildschirm wandern durfte (zusammen mit dem Pinhead vielleicht). Doch Teil 2 hat einige ziemlich herbe Schwächen. Zum einen wären da die Schauspieler, die die klischeegemäß "dummen" Footballspieler nicht immer so gut rüberbringen, und teilweise zu aufgesetzt spielen. Einige Passagen könnten sogar an einen Teenieslasher erinnern. Das Mädchen mit den Traumszenen wirkt ebenfalls recht eingeschoben, das sie gerade von dem frisch verstorbenen Kerl aus Teil 1 träumt, der ihr plötzlich Informationen über das Wesen gibt, wirkt im ersten Moment ziemlich dämlich und zusammenhangslos. Darauf folgen dann diverse Angriffe des Wesens auf den Team-/Schulbus die allesamt aber die Atmosphäre vertiefen und das Wesen noch bedrohlicher als zuvor wirken lassen. Doch all das beginnt mit der Zeit langweilig zu werden, 60 Minuten ist man als Zuschauer fast permanent "im Schulbus gefangen", die Abwechslung geht stark flöten. Die Musik ist aber recht gut gewählt, die Effekte passend eingesetzt und der Creeper ist unheimlicher den je. Einige Szenen wie die Anfangsszene mit den Vogelscheuchen bleiben dem Zuschauer sicher noch lange im Gedächtnis.
Trotz alle dem kann der Film nicht mit seinem Vorgänger mithalten. Die Abwechslung ist zu gering, die Spannung wurde teils durch Schockeffekte ersetzt, die nicht einmal immer richtig zünden, die sonst so unheimlichen Szenen die man aus Teil 1 kennt (die Kirche z.B.) fehlen gänzlich. Leute die den ersten Teil mochten werden an dem 2. wohl auch Gefallen finden, doch alle anderen sollten mit Jeepers Creepers 2 bei der Video oder DVD-Wahl nicht ihre Erstwahl treffen.
6/10 - mehr Schock als Grusel