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Wenn die „Großen Alten“ oder auch die „Alten Götter“ erwähnt werden, assoziiert man das automatisch mit Lovecrafts Cthulhu-Mythos. Zumindest dürfte Autor und Regisseur Tom Paton ein paar Zeilen davon gelesen haben, jedoch offenbar nicht genug, um daraus eine runde Geschichte zu basteln.

Seit 1926 hat es sich die Institution Artemis zur Aufgabe gemacht, die Alten Götter festzusetzen und gegebenenfalls zu deportieren. Just soll der bedrohliche Erebus deportiert werden, als eine Gruppe von Rebellen die unterirdische Anlage überfällt. Soldatin Ran und ihr neuer unfreiwilliger Kompagnon stellen sich den bösen Mächten…

Es sind keine optimalen Voraussetzungen, wenn ein Actioner an nur einem Ort spielt, der mit einem Bunker, einer leeren Fabrik oder Lagerhalle gleichzusetzen ist. Den alten Gott in Gefangenschaft, der irgendwann in den Körper eines Serienkillers gefahren ist, kennzeichnen in regelmäßigen Abständen kleine CGI-Blitze, die um ihn herum aufleuchten. Die Blitze erfüllen lediglich den Zweck, an den Status des Gefangenen zu erinnern, dem noch nicht einmal göttliche Fähigkeiten unterliegen. Deshalb labert er auch seine Peiniger an die Wand, während die Peiniger ihren Gefangenen belabern, während die Action recht lange auf sich warten lässt.

Wird das ermüdende Geschwafel irgendwann von Kampfeinlagen unterbrochen, bringt das nur sehr bedingt Freude, denn die im Halbdunkel ausgetragenen Kämpfe sind weder sonderlich dynamisch inszeniert, noch haften ihnen Schauwerte wie Härte, Schnelligkeit oder Akrobatik an. Hinzu kommt, dass Getroffene stets völlig theatralisch reagieren, was ein wenig in Trash-Gefilde abdriftet. Ohnehin wird hier nicht allzu überzeugend performt, was hinsichtlich schablonenhafter Figurenzeichnungen und teils peinlichen Dialogen kaum verwundert.

Uninspiriert schleppt sich die dünne Story überraschungsfrei von einem Gang zum nächsten, während kurze Inserts und Visionen lediglich Andeutungen machen, jedoch nie hinterfragt werden. Zwar wird ab und an mit der prekären Situation des ungleichen Heldenpaares gespielt, witzig gestaltet sich dies jedoch nicht wirklich. Und es zeugt nicht grade von viel Phantasie, die verschiedenen Zonen im Bunker mit Farben zu kategorisieren, was schließlich durch den Einsatz diverser Farbfilter visualisiert wird.

„Dark Gods“ ist Käse, der dicht am Amateurniveau angesiedelt ist und zwar auf allen Ebenen. Da macht auch der eindimensionale Score, der an Billigheimer der 80er erinnert keine Ausnahme. Lahme Ausstattung, nahezu null Spannung, schwach inszenierte Kämpfe und eine ereignisarme Story ohne Witz, - da werden aus den Alten Großen mal ganz schnell graue Mäuschen gemacht.
3 von 10

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