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Und wieder einmal müssen uns eine Hand voll ambitionierter Medizinstudenten zeigen, wie man Patienten richtig aufschneidet. Um das ganze unheimlicher und spannender zu gestalten, gibt es natürlich auch an der Berliner Uni eine antihippokratische Loge, deren Forschungsziel es ist, natürliche gegen synthetische Muskeln zu ersetzen. So lassen sich die Studis, blind von ihrem Strebertum, per Selbstversuch einige der leistungssteigernden Implantate einsetzen, das passiert hier neben den Vorlesungen, die Elite hat ja auch sonst nichts zu tun. Damit kann man dann so schöne Sachen machen wie die neuen Waden 12 Tore in einem Spiel schießen lassen oder Türen aus Autos heraustreten. Klasse auch die Idee, die Synthiemenschen per Laptop zu steuern; wie stark soll sich der Zuschauer eigentlich von Stefan Ruzowitzky und seinen Schergen verarschen lassen. Ansonsten rennt der Chirurgenverein vollgepumpt mit Drogen durch ein Krankenhaus von nichtsahnenden Blindgängern, da kann man schon mal während der OP oder Visite irgendwo reinplatzen und den Wilden spielen. Das ist alles noch harmlos zu dem katastrophal lächerlichen Ende dieses überflüssigen Sequels, in dem sich die Schauspieler stets bemühen, ihre aufgesetzten und oftmals unglaubhaften Dialoge nicht noch schlimmer zu machen. Positiv sind allerdings einige OP-Szenen im Detail, genauso wie ein paar gute SFX, wenn z.B. ein Haufen philippinischer Krankenschwestern eine improvisierte OP auf dem Küchentisch vornehmen, um den Helden zu retten. Aufgrund der regelrecht doofen Handlung ist selbst für Fans vom ersten Teil von diesem Versuch eines Sequels abzuraten, andere Betrachter werden ohnehin verärgert dreinschauen.

Fazit: Wer ein Penisimplantat witzig findet ist hier für 10sec richtig, ansonsten sind nur einige klinische Standbilder interessant in diesem albernen Machwerk. 3/10 Punkten

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