Es sind unterschiedlichste Charaktere, die sich in "a million little things" treffen. Sie treffen sich im Fahrstuhl, in dem sie eingeschlossen sind und erst Stunden später befreit werden. Das ist der Plot, weswegen es möglich ist, dass sehr unterschiedliche Menschen Freunde werden.
Denn sie haben noch eines gemeinsam: Ihr Liebe zu den Boston Bruins. Von diesem Tag an haben sie Dauerkarten für den NHL-Club und sie sind bei jedem Spiel (und das sind einige in der NHL) zusammen dort.
Eigentlich scheint alles Bilderbuch zu sein. Doch plötzlich passiert es: John, der Führer der Gruppe, bringt sich ohne Vorwarnung um. Er stürtzt sich von der Terrasse seines Büros in die Tiefe. Und von da an beginnt die Geschichte mit einer Million kleiner Teile, die zum Teil zusammenspielen.
Mittlerweile läuft die zweite Staffel auf Sky im PayTV. Die erste Staffel war wirklich überragend. Man konnte mit den Charakteren mitfühlen, entdeckte sich in vielen Situationen selbst. Es zeigt das Leben in all seinen Facetten -- und dass Glück und Trauer (oder Frust) sehr nahe beisammen liegen.
Natürlich ist einiges in dieser Serie konstruiert und im realen Leben sehr schwierig nachzuvollziehen. Vor allem, dass alle scheinbar immer irgendwie Zeit haben, um sich zu treffen oder einander zu helfen. Gerade mit eigenem Restaurant (eine Charakterin ist Köchin und eröffnet ein Restaurant) ist das sehr unwahrscheinlich. Auch sonst spielt sich die Serie eher in der gehobenen Mittelschicht bis Oberschicht ab. Was vielleicht erklärt, dass das Leben doch etwas lockerer als normal in dieser Serie rüberkommt.
Grundsätzlich ist es aber sehr spannend. Es packt einen und man will die Serie weitersehen, weil man alle Charaktere sehr gut leiden kann. Wenn man also im Lockdown nichts zu tun hat und Sky sowieso abonniert hat, dann sollte man sich auf jeden Fall die zwei Staffeln reinziehen.
8 von 10 Punkten