Review
von Leimbacher-Mario
Wortkarg, namenlos, bockstark
Vorbild für eines meiner liebsten PSOne-Games, ebenso für neue Klassiker wie „Drive“ oder „Baby Driver“, (nicht nur) laut Quentin Tarantino einer der coolsten Filme aller Zeiten, mit ein paar der besten Verfolgungsjagden überhaupt, von Steve McQueen abgelehnt, konzentriert-verkürzte 90 Minuten, gnadenlos inszeniert von Action- und Western-Spezi Walter Hill, zum Release (vor allem in Übersee, seiner Heimat, gnadenlos verrissen und gefloppt), in Europa früh als kommender Kultfilm erkannt - über „Driver“ kann man viel sagen. Doch im Endeffekt muss man ihn fühlen und einfach in seiner Herz driften und schweigen lassen!
Erzählt wird von einem teuren, aber seinen Preis werten Fluchtwagenfahrer mit Babyface, der eines Tages bei einem Job von einer hübschen Frau erkannt wird und der eh schon eine ganze Weile auf der Abschussliste eines toughen Detectives steht... Wer auf Filme wie „Bullitt“, „The Getaway“, „Thief“ oder das Original von „Gone In 60 Seconds“ steht, wird auch mit diesem coolen Crimedrama seine wahre Freude haben. Style & Swagger schwappen von der Leinwand fasst über, dass keine der Figuren Namen bekommt, passt perfekt, die Autoaction ist handgemacht, echt, mitreißend. Zudem ist Ryan O'Neal famos gegen Typ besetzt, in Isabelle Adjani kann man(n) sich nur vergucken und selten konnte man den Einfluss eines Films auf aktuelle Regisseure und Stile deutlicher erkennen. „Driver“ ist ein Meilenstein, der mittlerweile/schon länger auch endlich seine verdiente Anerkennung erfährt. Und für die Zocker: grabt „Driver“ für die 90er-Playsi nochmal aus - auch das werdet ihr nicht bereuen!
Fazit: das perfekte Bindeglied zwischen „Le Samourai“ und „Drive“. Dieser lange Zeit übersehener Walter Hill-Klassiker ist eine wahre Lektion in Sachen Style, Komprimierung und Coolness. Selbst Steve McQueen schmilzt schneller!