Review

Das Leben schreibt nunmal...


„Three Identical Strangers“ würde weit oben in meiner Jahresbestenliste landen, wäre er denn irgendwann mal hierzulande im Kino gelaufen und hätte ich ihn dort entdeckt. Immerhin kann man ihn nun im Stream nachholen, was ja auch leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist, siehe „Eight Grade“, auf den ich noch immer in irgendeiner Form warte und wohl um einen Import kaum herumkommen werde. Zurück zum Thema - denn das ist immerhin eine der besten, vielschichtigsten und interessantesten Dokus, die in letzter Zeit erschienen ist. In ihr geht es um die Geschichte von drei jungen Männern, die sich eines Tages zufällig trafen und auf Anhieb feststellten, dass sie nahezu identisch aussehen und auch noch viele andere Gemeinsamkeiten haben...

Was für eine unglaubliche Geschichte. Wow! Ich bin baff. Man würde sie niemals glauben, wenn sie nicht wahr wäre. Ich dachte sogar zeitweise/anfangs, ich sehe eine Mockumentary, so absurd und gleichzeitig genial ist das Ganze. Aber es ist wirklich passiert und lässt sich nicht leugnen. „Three Identical Strangers“ ist in den ersten zwanzig Minuten unfassbar gut - nur um sich danach vielleicht sogar nochmal zu steigern, zu überraschen, faszinierend dunkle und böse Haken zu schlagen, mit denen man von Minute zu Minute dichter und gebaffter am Ball bleibt. Aus einer der geilsten Wiedersehensstories wird ein viel heftigeres und menschlicheres und grundlegenderes Thema herausgeschält, das ich niemals erwartet hätte, das noch viel mehr Fragen, offene Münder und Kopfschütteln hervorruft, als der catchy, noch recht locker-leichte Beginn. Das ist hochspannend, informativ und sprachlos machend, das ist emotional und anders und einfach großes Kino in Dokuform. Das hat man nicht alle Tage, das habe ich in der Art lange nicht mehr gesehen, gefühlt. Von der ersten bis zur letzten Minute war ich von dem Geschehen, egal in welche Richtung es ausschlug, hypnotisiert und engmaschig gefesselt. Ich will nicht zu viel verraten oder zu große Erwartungen schüren, aber: ich kann mir absolut niemanden vorstellen, den das kalt lässt und der das nicht super findet. No way! 

Fazit: ... die unglaublichsten Geschichten. Eine absolut fesselnde und faszinierende und dreifach geniale Story und Familienzusammenführung. Und zudem noch überraschend wuchtig und wichtig und mit düsterem Unterbau. Muss. Man. Sehen. Ohne Frage. Sogar wenn man sonst keine Dokus guckt. Besser hätte man es sich nicht ausdenken können. Never ever. 

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