Trotz Gegenwehr meinerseits gab es beim DVD Abend (Gastgeber bestimmt Programm)am Wochenende Star Wars - die dunkle Bedrohung auf dem Programm. Die Story dürfte weitgehend bekannt sein und als Fan der ersten Trilogie sollte eigentlich jeder der Weiterentwicklung der Star Wars Historie entgegenfiebern. Leider hatte George Lucas andere Pläne als die simple Story Gut gegen Böse fortzusetzen, sondern das ganze als kindlich orientierte Märchenstunde anzugehen. Die FSK 6 Freigabe sollte eigentlich Warnung genug sein. Der Film an sich bietet dann auch eine einfache Geschichte ohne großen Anspruch auf einen Drehbuchoscar. Das positive mal vorweg, die FX und die Locations sind top gelungen. Alles ist farbenfroh und phantasievoll designed, brillant was die Effekthexer jedenfalls aus ihren Rechnern gezaubert haben. Das Pod-Rennen sieht sensationell aus, die Laserschwertkämpfe sind ebenfalls gelungen. Der Look des Films kommt an.
Wofür ich Signore Lucas aber die Kretze an den Hals wünsche sind die neuen Charaktere des Jar Jar Binks und des jungen Anachin Skywalker, die den Film fast zu einer KiKa-Veranstaltung machen. Das dümmliche Zottelohr JJB ist mit seiner kindlichen Sprache und überflüssigen Kommentaren zurecht ein Vertreter der Top 10 der meistgehaßtesten künstlichen Kreaturen und der neunmalkluge Hosenscheißer nervt mit seiner Besser- und Alleswisserei, ok Darth Vader mußte man in die Handlung integrieren, aber ich hatte wirklich jedesmal das Bedürfnis dem Balg mit dem Laserschwert eine Tiefenrasur zu verpassen. Auch die anderen Schauspieler bleiben etwas blass.
Ohne jetzt den Nostalgiker raushängen zu lassen, die neue Trilogie kommt nicht an die Vorgänger heran. Die neue Lucas´sche Ausrichtung hin zu sehr, sehr jungem Zielpublikum ist gewöhnungsbedürftig. Die dunkle Bedrohung ist zwar immer noch ein unterhaltsamer Film, allerding kein zeitloser Klassiker. Naja, wir können wohl froh sein das Malcauly Culkin nicht noch auch noch den jungen zukünftigen Imperator spielen durfte.
5/10