Die Vorgeschichte zu der erfolgreichen und populären „Star Wars“-Trilogie zu erzählen, dazu entschloss sich George Lucas Anfang der 1990er Jahre. Nach „Return of the Jedi“ (1983) schloss er das Weitererzählen der Saga für sich aus, doch hatte er bereits damals Aufzeichnungen zur Vorgeschichte mancher Figur. Eine war dabei von besonderem Interesse und so verschob er den Fokus mehr auf die Person des Anakin Skywalker und dessen Werdegang, was rückblickend betrachtet die Reihe (I bis VI) auch mehr zu einer über eben diesen Charakter macht. Lucas beschreibt den Weg des Jungen von der hellen zur dunklen Seite in einer Geschichte über Macht und Manipulation.
Dabei ist Anakin hier noch ein neunjähriger Junge auf dem abgelegenen Planeten Tatooine, irgendwo im Outer Rim, als er von Jedi-Rittern ob seiner Machtbegabung entdeckt wird. Es geht um eine Prophezeiung, laut der jemand die Macht ins Gleichgewicht bringen wird und um eine noch schattenhafte Bedrohung, die auf einer anderen Ebene nach Macht greift. Und all das etwa dreißig Jahre vor der Schlacht von Yavin aus „Star Wars“ (1977) und somit in einer bei Erscheinen zumindest filmisch noch unverarbeiteten Epoche. Das schürte die Erwartungen. Lange schon gab es nichts Offizielles mehr aus der weit, weit entfernten Galaxis auf der Leinwand zu sehen, die Fans waren hungrig und dem Starttermin ging ein gewisser Hype voraus. Man konnte gespannt sein anno 1999. Und nicht jede/r kam glücklich aus dem Kino.
Dabei fängt es wieder klassisch an. Die Fanfare, die blaue Schrift auf schwarzem Grund, der Titelschriftzug mit dem bekannten Hauptthema dröhnt einem entgegen, der Rolltext leitet in das Szenario ein und die Kamera schwenkt anschließend nach unten. Alles wie gehabt, inklusive der bekannten Wischblenden. Doch in den dann folgenden zwei Stunden sollte viel Neues dazukommen.
Inhaltlich bedient sich Lucas wieder bei der Heldenreise, wie er es auch schon in der ersten Trilogie tat. Dazu wird verstärkt die Verarbeitung religiöser Themen spürbar, gerade in Bezug auf Anakin, der ohne Vater geboren wurde. Nun gibt es im Nachhinein diverse Erklärungen hierzu und die Erschaffung von Leben durch die Macht selbst ist im Kanon ein Thema. Ob das Einflechten einer solchen Idee eine gute Entscheidung war, mag ich dennoch bezweifeln. Die erhoffte Figur des Erlösers spielt hier natürlich auch mit hinein. Da man aber weiß, wie das alles endet, bekommt das Ganze schon hier einen bitteren Beigeschmack, der das alles wiederum etwas abfedert.
Stichwort Midi-Chlorianer, einer der Streitpunkte seit Erscheinen des Films. Die Aufregung darum will mir nicht so recht einleuchten, dienen sie doch nur als Verbindung zwischen der Macht und ihren Nutzern. Ein kleines Detail, um das ein zu großer Wirbel gemacht wurde. Überhaupt tauchen hier einige Ideen auf, die später keine große Rolle mehr spielen. „The Phantom Menace“ war wohl auch etwas wie eine Spielwiese für Lucas und nicht alles funktionierte so, wie er sich das vermutlich vorstellte. Das merkt man dem Ergebnis auch leider an.
Eine Neuerung, die allerdings erhalten blieb und die Prequel-Trilogie in meinen Augen bereichert, ist das vermehrte Einbringen von politischen Aspekten. Dies wird oft belächelt oder parodiert, ist in meinen Augen aber ein wesentlicher Bestandteil für alles Folgende. Über die Umsetzung kann man da streiten, aber im Kern ist es ein Spiegelbild für die auch in unserer Welt herrschenden Mechanismen. So wird schon im Rolltext die Besteuerung von Handelsrouten erwähnt, gegen diese gibt es Widerstand. Es klingt so unwichtig und dennoch – aus diesem Widerstand und der Nutzung sowie Manipulation dieser Unzufriedenheit erwächst letzten Endes so viel in der weiteren Erzählung. Und das noch über diesen Film hinaus, denn es ist durchaus ein Plan hinter alledem zu erkennen. Politik und Wirtschaft, Bürokratie und Korruption sowie deren Verflechtungen und Abhängigkeiten – all dies ist selbst in einem Rahmen wie den „Star Wars“-Filmen nun wichtig, will man dieses Universum stimmig erweitern und es nicht nur auf reine Fantasy gründen. Über diese Schublade beginnt die Reihe ab hier auch ein Stück hinauszuwachsen.
Wobei Lucas dafür ein Weilchen braucht, denn der Anfang ist noch recht holprig inszeniert. Und damit sind nicht einmal neue Machtfähigkeiten gemeint, die später aus dramaturgischen Gründen wieder vergessen scheinen. Der Beginn mit den vermeintlichen Verhandlungen nach der Ankunft der Jedi, die Flucht nach Naboo und das Treffen mit den Gungans lassen einen Rhythmus vermissen. Den findet „The Phantom Menace“ erst ab der Ankunft auf Tatooine, wenn das Skript sich etwas näher an die Figuren traut und auch mal etwas Ruhe einkehren lässt.
Mit dem abgenutzten Design aus der originalen Trilogie hat das hier nicht viel zu tun. Zwar ist Tatooine auch hier nicht chic, andere Teile der Galaxie allerdings schon. Denn hier ist es noch die Zeit vor dem Imperium, vor einem die Ressourcen fressenden Krieg und vor dem Niedergang der Jedi. Dazu gibt es neue Planeten zu bewundern. Die erdähnliche Welt von Naboo mit ihrem südeuropäisch anmutenden Design steht dabei im Gegensatz zu dem bekannten Tatooine mit seiner Wüste und der überall herrschenden Rohheit. Überdies bekommt man die zentrale Welt Coruscant präsentiert, der ganze Planet eine einzige Stadt und Sitz des Senats sowie auch des Jedi-Ordens. Hier stellt sich ein gewisses Staunen ein. Denn waren die Jedi in der alten Trilogie ein Mythos und quasi ausgestorben, so floriert hier ihre Existenz noch und es gibt derer einige zu sehen. Man merkt auch, dass diese Figuren vielleicht doch nicht ganz die strahlenden Helden sind, die man sich vorgestellt hat. Sie leben schon in ihrer eigenen Welt, ein Gefühl der Überlegenheit schwingt da immer mit, sie sind dabei auch blind für die heraufziehende Bedrohung durch die Sith.
Coruscant als Zentrum der Mächte wird auch in den folgenden Teilen noch eine wichtige Rolle spielen und ist optisch beeindruckend geraten. Gedreht wurde dies in Tunesien (Tatooine) und den englischen Leavesden Studios, dazu einige Szenen im italienischen Reggia di Caserta, welches die Kulisse für den Palast in Theed darstellte.
Es sind diese Welten, mit denen Lucas am kompetentesten spielt, ihm liegt das Worldbuilding mehr als das Erzählen. Eine (je nach Örtlichkeit) strahlendere Existenz, bevor in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Diktatur alles in einen heruntergewirtschafteten Raum verwandelt, der von Furcht und Terror regiert wird. Insofern ist das hier schon stimmig und Lucas' Vision des „Star Wars“-Universums ebenso. Der Weg hin in die Dunkelheit nimmt hier seinen (filmischen) Anfang.
Daher mag es auch nachvollziehbar erscheinen, dass die Tonalität hier noch ein gutes Stück heller ist. Zumindest mutet „Episode I“ so an, besieht man sich Optik und Figuren. Im Gesamten hat man es damit aber übertrieben. Wobei es weniger ums „Was“ denn ums „Wie“ geht. Und das wird auch durch die Figuren transportiert.
Unter ihnen gibt es einen alten Bekannten in neuer Darstellung. Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) ist hier noch nicht der weise, alte Jedi, sondern ein Padawan, ein Schüler. Seine jugendliche Art lässt ihn dabei schnell sympathisch wirken, was auch zu einem guten Teil an McGregor liegt, der diese Rolle mit Leben füllt. Sein Meister Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) steht da für eine andere Generation. Er mag mit weitreichenderen Fähigkeiten ausgestattet sein, steht aber auch für die stellenweise Blindheit der Jedi. Er folgt Idealen, ist eigensinnig, seine Ansichten treffen nicht immer den Nerv des Jedi-Rates und er agiert auch merklich manipulativ zum Erreichen seiner Ziele. Neeson verkörpert ihn dabei mit Ruhe, der aber immer etwas Unruhiges innewohnt. Die beiden Jedi stehen oftmals im Mittelpunkt der Handlung, welche mit allerlei weiteren Neuzugängen erweitert wird.
Wobei, so neu ist der Junge, den die beiden Jedi auf Tatooine kennenlernen, nicht. Immerhin wird dieser Anakin Skywalker später einiges Verderben über die Galaxie bringen. Und Jake Lloyd macht seine Sache auch gar nicht einmal so schlecht, zumindest im O-Ton. Kinderdarsteller haben es generell schwer, vom Fandom wurde Lloyds Spiel oft kritisch betrachtet. Allerdings kann man auch nie genau sagen, inwiefern Lucas' Regie dafür verantwortlich ist. Denn wenn man eines in den Prequels erleben kann, dann, dass er nicht der Fähigste darin ist, Schauspieler und -innen zu führen (seine Anweisung „Faster and more intense“ ist schon ein geflügeltes Wort). Oder bedeutungsvolle Dialoge zu schreiben. Vielen Zeilen geht die Lockerheit ab, was auch an den hier handelnden Figuren liegen mag. Gestelzt klingt manches dennoch.
Da kann er vom Glück reden, dass noch einiges erfahrenes Personal an Bord ist. Natalie Portman als Padmé Amidala gibt die junge Regentin naiv und idealistisch, aber auch willensstark. Dabei wechselt Portman in ihrer Doppelrolle von stoisch zu herzlich und zurück, was die Figur trotz des Skripts noch lebendig wirken lässt.
Frank Oz haucht wieder Jedi-Meister Yoda Leben ein, wenn die hier eingesetzte Puppe in der Kinofassung auch nicht optimal aussah. Vielleicht ein Grund, warum diese später (2011) durch eine CGI-Variante ersetzt wurde. Über das Ergebnis kann man streiten, mir sagen beide Versionen nicht vollends zu. Ebenso bekannt sind die beiden Droiden C-3PO (Anthony Daniels) und R2-D2 (auch Kenny Baker), die als Sidekicks nicht fehlen dürfen. Wobei Daniels nur die Stimme beisteuerte, der von Anakin noch nicht fertig gebaute Droide wird von Michael Lynch als hüllenlose Puppe gesteuert. Eine hübsche Idee, die dazu neben dem Podrace auch Anakins Fähigkeiten weiter konkretisiert. Auch lernen die beiden Droiden sich hier erst kennen und die typische Chemie zwischen den beiden ist schnell vorhanden.
Und dann ist da noch der Neuzugang, der wohl am meisten kritisiert wurde. Denn neben den Stadtbewohnern tummelt sich auf Naboo noch das Volk der Gungans, amphibische Humanoide und die Ureinwohner des Planeten. Mit einem der ihren, Jar Jar Binks, darf man als Zuschauer einige Zeit verbringen. Er eliminiert aus nahezu jeder Szene die Ernsthaftigkeit oder Gefahr und das tut dem Film nicht gut. Per motion capture porträtierte der Darsteller Ahmed Best diese Figur und bekam dafür noch lange Zeit nach Erscheinen heftigste Abneigung aus dem Fandom zu spüren. Dabei ist es nicht seine Schuld, dass Jar Jar eine so nervige und kindische Figur geworden ist, die ebensolchen Humor transportiert und wie ein computergeneriertes Stereotyp wirkt. Lucas wollte es so und machte sich damit derart beliebt, dass dieser Charakter in den folgenden Filmen so gut wie keine Rolle mehr spielt. Jar Jar steht da allerdings nur stellvertretend für den generell kindischeren Ton in „Episode I“. Klar war die „Original Trilogy“ auch an ein jüngeres, den Abenteuergeschichten zugewandtes Publikum gerichtet. Aber dennoch wohnte ihr immer ein gewisser Ernst inne, der in den Figuren als auch in den bereisten Welten wirkte. In „The Phantom Menace“ setzt Lucas auf Slapstick und flachen Humor, der zumindest bei mir kaum zündet und eher nur ausgehalten wird. Da waren die Ewoks noch erträglicher als die Gungans.
Interessantere Neuzugänge sind da einige Jedi-Meister, gab es von diesen in der alten Trilogie doch einfach keine. So lernt man Mace Windu (Samuel L. Jackson) oder Ki-Adi-Mundi (Silas Carson) kennen, dazu einige andere Nebenfiguren, welche die filmische Welt hier erweitern.
Auf der dunklen Seite gibt es ein Wiedersehen mit Ian McDiarmid, wenn hier auch noch in meist freundlicher Form als Senator Sheev Palpatine. Im Wissen um seine spätere Rolle beäugt man ihn sicherlich besonders und mag hier und da schon manch finstere Regung ablesen. McDiarmid spielt im Rahmen der Möglichkeiten, die das Skript ihm gibt, einen charismatischen Politiker und in die schwarze Kutte eines Sith Lord gehüllt transportiert er ebenso eine berechnende Bösartigkeit. Er gibt dieser ersten Episode ihren Titel und letztlich handelt diese Trilogie auch von seinem politischen Aufstieg, seiner Machtergreifung.
Sein Schüler Darth Maul (Ray Park) hat eine ebensolche Ausstrahlung, bleibt aber leider „nur“ Palpatines Handlanger in dieser Geschichte und wird für mein Dafürhalten verschwendet. Der Zabrak von Dathomir hätte durchaus Potenzial für mehr gehabt. Parks Erfahrung in Martial Arts sowie als Stuntman bekommt man hier eindrücklich zu sehen, sein Sith ist ein gefährlicher Gegenspieler.
Weitere Bekannte wie Jabba the Hutt mitsamt Bib Fortuna schaffen es ins Bild, ebenso neue Figuren wie der Händler Watto oder Nute Gunray von der Handelsförderation. Alle haben zwar ihre Aufgabe und wirken nicht sinnlos in den Plot geworfen, doch bei manchen schwingt eine zumindest fragwürdige Ausgestaltung mit, insbesondere eine Reduktion mancher Charaktere auf Stereotype, wie es eben schon bei Jar Jar der Fall ist. Über diese Art, Figuren zu etablieren, kann man geteilter Meinung sein.
Vermisst werden die ikonischen Strumtruppen – die es zu der Zeit eben noch nicht gab. Dafür bekommt man B1-Kampfdroiden, die personifizierte Masse statt Klasse. Auch hier sorgt das teilweise alberne Verhalten dafür, dass man diese immerhin für Kampfzwecke hergestellten Gesellen nicht ernst nehmen kann. Und wenn man die Schurken nicht für voll nimmt, schadet das so einem Werk ungemein.
Sechzehn Jahre nach „Return of the Jedi“ sah die Technikwelt schon etwas anders aus und so kamen bei „The Phantom Menace“ ungleich mehr digitale Effekte ins Spiel. Bei der Masse mag man Abstriche in Kauf nehmen, zusätzlich wurde auch auf Handarbeit zurückgegriffen, gerade auch hinsichtlich der Masken. Und diese sind sichtbar den CGI-Kreationen überlegen. „Episode I“ ist ein Mischmasch aus verschiedenen Stilen, wobei Lucas' Technikverliebtheit kein Geheimnis ist. Einiges gerade bei den FX aus dem Rechner ist einfach nicht gut gealtert, wirkt wenig haptisch und dazu steril. Selten kommt ein reales Gefühl beim Betrachten von Dingen, Interieurs oder Hintergründen auf. Auch das Compositing fällt szenenweise negativ ins Auge. Lobenswert sind allerdings die Kostüme, das Design ist durch die Bank phantasievoll und eigen. Und das gilt für alles, seien es Charaktere, die Architektur, Raumschiffe oder Fahrzeuge. Die Konzepte und Ideen sind chic, die Umsetzung überzeugt insbesondere bei allem Lebendigen oft weniger.
Doch Effekte alleine sind nicht alles. Sie sollen die Geschichte unterstützen, das Bild oder die Hintergründe füllen und die Umsetzung der Idee mitgestalten. Gerade, wenn es um Action geht und davon bietet Lucas hier immer wieder was.
Das Erste, was einem vielleicht zu „Episode I“ einfällt, ist dann auch eines der Highlights und sicherlich die rasanteste Sequenz im gesamten Film. Das Podrace bietet eine flotte und dröhnende Verfolgungsjagd durch die Wüstenlandschaft Tatooines, die immer wieder fetzt. Tusken und Jawas inklusive. Weiterhin stark ist der viergeteilte Showdown. Abstriche muss man da bei dem Wald- und Wiesenkrawall vor den Toren von Theed machen, der in einer gruseligen und glatten Videospieloptik daherkommt und immer wieder Klamauk beinhaltet. Andererseits bekommt man aber auch eine kleine und doch muntere Raumschlacht sowie etwas Getümmel im Palast, wenn sich Königin und Co. durch die Räumlichkeiten ballern. Der Höhepunkt ist jedoch das Aufeinandertreffen von Qui-Gon Jinn, Obi-Wan Kenobi und dem finsteren Darth Maul. Inklusive Doppellichtschwert, eine wahre Freude. Es war das erste Mal, dass man solch einen Lichtschwertkampf auf der Leinwand erlebte, so dynamisch gab es das zuvor nicht. Und trotz der etwas durchgetakteten Choreographie ist das hier eine ausnahmslos eindrucksvolle Sequenz.
Das liegt nicht zuletzt auch an der musikalischen Untermalung. John Williams konnte wieder für den Score gewonnen werden und wie bei jedem Film der Reihe veredelt seine Musik das Werk spürbar. Das im Finale eingespielte „Duel of Fates“ ist eines dieser Stücke, die man mit der kompletten Saga verbindet und welches aus den eh schon gelungenen Soundtracks nochmals heraussticht. Auch der Rest vom Score ist ein gelungenes Stück Filmmusik, die alles stimmig untermalt und oftmals sind es die Kleinigkeiten, die aufhorchen lassen. Wie ein kurzer Ausschnitt aus „Emperor's Throne Room“ beim ersten Hologramm von Darth Sidious oder einem leisen Anklingen des „Imperial March“ bei der Ausformulierung von Yodas Zweifeln kurz vor dem Ende ebenso wie man es in „Anakin's Theme“ findet.
„Wipe them out. All of them.“
Vielleicht mag man sich an die letzte Szene aus „Fanboys“ (2009) erinnert fühlen. Vielleicht aber auch nicht. Und vielleicht liegt es am inzwischen größeren Abstand oder einem wohlwollenderen Blick zurück. Denn so schlimm wie er oft hingestellt wird ist „The Phantom Menace“ in meinen Augen nicht. Doch er ist weit davon entfernt, wirklich rund zu laufen. Er ist stellenweise kindisch, bietet eine nicht immer ansprechende Optik und dazu Figuren und Dialogzeilen zum Augenrollen. Keine Sternstunde der Saga und letztlich hat sich Lucas wohl mehr auf das technisch Machbare fokussiert denn auf das einfache Erzählen einer nahbaren Geschichte. Das Ergebnis ist ein Stück weit überfrachtet und gerade im ersten Teil holprig erzählt.
Aber immer wieder mal transportiert er dieses Gefühl, das mit „Star Wars“ verknüpft ist und erweitert das filmische Universum doch nachhaltig. Mit den neuen Welten und insbesondere Coruscant, mit einem eindrücklichen (aber auch verschwendeten) Darth Maul und der Grundsteinlegung für das finstere Strippenziehen im Hintergrund durch Palpatine. Mit der grandiosen Musik von John Williams, einem fetzigen Rennen und einem packenden Lichtschwertkampf.
Licht und Schatten also, wie auf dem bekannten Teaser-Poster von damals. In helles Licht getaucht zeichnet sich ein Schatten und damit der weitere Weg ab. Die Welt sollte hier noch sichtbar von dem entfernt sein, was man aus den früheren Filmen kannte. Es hätte trotzdem nicht ganz so quietschbunt sein müssen, wovon man sich in den weiteren Teilen schließlich auch entfernte.
„The Phantom Menace“ steht am Anfang des Weges zur dunklen Seite der Macht.