Es hätte die Geburtsstunde einer neuen Spezies sein können, ein Pendant zum Sharknado, den SyFy und Asylum seit geraumer Zeit vom Trash-Stapel lassen. Doch wer noch nicht einmal halbwegs glaubwürdig aussehende Bienenschwärme in die Landschaft werfen kann, sollte sein Vorhaben grundlegend überdenken.
Erst ist Los Angeles dem Untergang geweiht, weil mehreren Erdbeben Tausende von Killerbienen folgten. Etwas außerhalb der Stadt müssen sich ein paar Individuen um Sheriff Lindsey zusammenraufen, um den tödlichen Stichen zu entkommen…
Eine Gurke wie vorliegende offenbart einmal mehr, dass Werke von SyFy und Asylum eigentlich nie gut sind, jedoch fast immer einen gewissen Unterhaltungswert hervorbringen.
Regisseur Milko Davis ist daran offenbar nicht gelegen, denn er untermauert die Unfähigkeit in Sachen Spezialeffekte bereits nach zwei Minuten, als der erste Schwarm durchs Bild flimmert, was fast wie Scherenschnitt-Theater anmutet, mal abgesehen von zwei gelb-schwarzen Viechern, die einmal von links nach rechts schwirren.
Zu den unbarmherzig schlechten Effekten gesellt sich früh eine religiöse Note, denn die Bienen sollen so etwas wie ein Symbolbild der Offenbahrung verkörpern und mehr als einmal ist vom Ende der Welt die Rede, während sich Figuren an ihr Kreuzhalsband fassen.
Von einem tauglichen Sympathieträger fehlt weit und breit jede Spur, zumal Figurenzeichnungen quasi nicht vorhanden sind, gestelzte Dialoge jenseits jeder Glaubwürdigkeit stattfinden und die fiese Synchro diesen Eindruck noch verstärkt.
Auch darstellerisch begibt man sich in Richtung Amateurniveau.
Einiges ließe sich durch genügend Bewegung und ein wenig Action kaschieren, doch nach einem eher kurzen Gang durch eine wüstenartige Gegend, entert man ein einsames Farmhaus und verharrt dort. Es folgt endloses Gelaber und Debattieren, kurze Rückblicke bringen rein gar nichts und obgleich die Angreifer elendig in Szene gesetzt sind, hätte man sich diese zwischen Einleitung und Finale doch ein wenig häufiger gewünscht. Stattdessen treten zwei, drei Zombies auf den Plan, denn wer gestochen wurde, kehrt als Untoter zurück. Zur allgemeinen Spannung tragen die kurzen Angriffe jedoch keineswegs bei.
So schleppt sich das Geschehen mit gehaltlosen Gelaber der talentfreien Mimen, der Score dümpelt unbeteiligt im Hintergrund, während die Bedrohung die meiste Zeit außen vor bleibt.
Als ein Fahrzeug kurz vorm Abgrund zum Stehen kommt, sind für rund zwei Minuten unterhaltsame Aspekte auszumachen, der Rest grenzt an dilettantischen Humbug, der selbst Trashfans jede Hoffnung auf kurzweiligen Firlefanz vermiest.
2 von 10