"Love Break. Ein Dieb zum Verlieben" ist ein Film der verpassten Chancen, denn die Grundidee des Films wäre durchaus ausbaufähig gewesen, wenn man gegebenenfalls ein besseres Filmteam mit der Aufgabe bedacht hätte. So macht sich der Film ständig auf den Weg hin zu einer "Romantic Comedy", kommt aber letztenendes dort nicht an.
Lebenskünstler Harry finanziert seinen Lebensunterhalt, indem er mit seinem Cousin Einbrüche verübt und die erbeuteten Wertgegenstände anschließend günstig verkauft. Da er seiner bisherigen Partnerin nur wenig echte Zuneigung gibt, zerbricht diese Beziehung zu Beginn des Films. Als sein Cousin ihm dann noch mitteilt, dass er zukünftig einer ehrlichen Arbeit nachgehen möchte, muss Harry den folgenden Bruch alleine bewerkstelligen. Und anfangs scheint auch alles gut zu gehen, bis er im Badezimmer auf Daisy trifft, die dort in der Badewanne liegt und versucht, sich mithilfe von Tabletten selbst umzubringen. Zuerst will er sie ihrem Schicksal überlassen, doch dann trifft er die Entscheidung, sich um sie zu kümmern. Dies ist eine Entscheidung - man ahnt es schon - die sein Leben verändern wird. Wirklich dankbar ist Daisy ob ihrer Rettung anfangs nicht, aber dank des Beharrens seitens Harrys kommen sich die Protagonisten im Film allmählich näher. Das scheinbar "überraschende" Ende am Schluss des Films ist nicht wirklich überraschend, womit wir schon bei einer der zahlreichen Schwächen des an sich gut gemeinten Films sind.
Der Film ist weitgehend vorhersehbar - was sicherlich auch auf andere vergleichbare romantische Komödien zutrifft. Wenn sonst aber die Figuren zum Mitfühlen und Miterleben einladen, bleibt hier der Zuschauer weitgehend unberührt. Irgendwie packen einen die Charaktere nicht, man teilt nicht ihr Schicksal und ist nur wenig daran interessiert, ob sie am Ende nun zusammenkommen oder nicht. Dies mag auch am Spiel der hier verpflichteten Mimen liegen. Milo Gibson (er sieht seinem Vater wirklich sehr ähnlich) macht in seiner Verkörperung des Einbrechers Harry noch die beste Figur, wenngleich dieser Charakter in den Augen der Zuschauer nicht wirklich zum Sympathieträger reifen kann. Bei Jordan Hinson stören tatsächlich ihre Armtattoos, die nur wenig zu der von ihr gespielten Rolle passen und ein eher störender Blickfang sind. Alle anderen Personen bleiben blass und werden bis auf den Cousin nicht weiter ausgebaut.
Wie eingangs schon erwähnt, ist dies ein Film der verpassten Chancen. Aus der Grundidee hätte sich durchaus etwas entwickeln lassen, aber ein limitiertes Schauspielpotential und ein eher maues Drehbuch schaffen es nicht hier etwas Tragfähigeres zu entwickeln. Regisseur Peter Facinelli lässt es weitgehend bei einem wenig zündenden Kammerspiel bewenden. Die Figuren wirken in dem "Setting" wie Fremdkörper und können der Designerwohnung nur wenig Leben einhauchen. Hier bleibt vieles liegen, was bessere Schauspieler, ein besseres Drehbuch mit gefühlvolleren Szenen und eine zupackendere Regie hätten herausarbeiten können - SCHADE!
Statt Gefühlskino kommt hier eher Langeweile auf. Vielleicht ärgert man sich weniger, wenn man den Film günstig gekauft hat, vertanene Lebenszeit ist es in jedem Fall oder man muss seine Erwartungen deutlich herunterschrauben. Für die Idee gibt es 5 Punkte, für die Ausführung 2-3 Punkte, da landet man bei einer wackeligen 4.