Der Einfluss von Carpenters „Halloween“ ist zuweilen unübersehbar und so endet die Trilogie um „Malevolence“ von Stevan Mena fast wie eine Kopie des populären Vorbilds.
Det. Perkins vom FBI ist sich sicher, dass ein gewisser Martin Bristol, der vor zig Jahren spurlos verschwand, für diverse Morde in der Gegend verantwortlich ist. Tatsächlich zieht es den jungen Mann in die Nähe seines Heimatortes, wo Teenager um die Geigerin Elle um ihr Leben fürchten müssen…
Satte acht Jahre hat es gebraucht, an den Vorgänger anzuknüpfen, von dem anfangs ein paar finale Szenen zu sehen sind. Die schlichte Handlung ist allerdings auch ohne Vorkenntnisse der beiden ersten Teile zu verstehen, denn im Topf befinden sich nicht mehr als der Killer, überwiegend junge Opfer und ein paar Cops, die dem Unhold immer einen Schritt hinterher hinken.
Früh ist die Kamera um Beobachtungsperspektiven bemüht, was mitunter zu einigen Finten führt und damit zu den wenigen positiven Aspekten des Streifens zählt. Der minimalistisch gehaltene Score, welcher ebenfalls an Carpenters Stil angelehnt ist, erzeugt phasenweise ein wenig Atmosphäre, doch darüber hinaus mangelt es hüben wie drüben an originellen Einfällen als auch an kreativen Ableben.
Denn der Killer, von dem man zunächst nur den dunkelbraunen Overall sieht, benutzt vorzugsweise ein Messer, wodurch zwei Kehlenschnitte und diverse Stichverletzungen zu verzeichnen sind. Einmal wird ein Rasenmähermesser zweckentfremdet, doch anderweitig werden Taten ausgeblendet, woraufhin lediglich die toten Ergebnisse zu erspähen sind.
Die handgemachten Effekte gehen in Ordnung, der Härtegrad ist jedoch nicht sonderlich hoch.
Gefühlt scheint jener noch zu sinken, als im Verlauf das Gesicht des Killers zu sehen ist.
Macher Stevan Mena entwickelt im Verlauf zwar eine unbehagliche Grundstimmung, doch dem Treiben mangelt es an Eigenständigkeit, zumal kaum eine Figur positiv hervorsticht. Genregemäß gibt es ein paar halbnackte Tatsachen, jedoch auch ein wenig Leerlauf, bevor es im letzten Drittel ein wenig flotter zugeht. Dass der Killer von Natur aus keine Schmerzen empfindet und dadurch nahezu unverletzbar erscheint, erfüllt ein weiteres Klischee des schier Unkaputtbaren.
Wirklich langweilig erscheinen die rund 89 Minuten am Ende zwar nicht, doch Bemühungen um markante Eigenheiten sind dem Streifen an keiner Stelle anzumerken. Selbst ein Gastauftritt von Adrienne Barbeau hebt das Niveau der unterm Strich eher ausdrucksarm performenden Mimen nicht an, - ein Hund der einem Klavierspiel lauscht mal ausgenommen.
Was bleibt, ist ein Slasher der nicht übermäßig blutigen Sorte, der komplett überraschungsfrei bleibt, jedoch zahllosen Genrekonventionen nachkommt.
Knapp
5 von 10