Ganz offensichtlich haben SyFy und Asylum eine neue Idee im Köcher, denn ansonsten würden sie eine derart kultige Reihe nicht einfach enden lassen. Wobei, mehr abstruse Ideen als Haie durch Wirbelstürme zu jagen, sie ins All zu befördern oder Klone in einer düsteren Zukunftswelt durch die Luft schweben zu lassen sind beinahe nicht mehr möglich.
Fin (Ian Ziering), April (Tara Reid), Nova (Cassie Scerbo) und Bryan (Judah Friedlander) sind mit einem speziellen Zeitreisemodul unterwegs, um Sharknados zu vernichten und anbei Gil zu finden, welcher ebenfalls die Reise in die Zeit angetreten hat...
Regisseur Anthony C. Ferrante findet einen angemessen bunten Rahmen, um das vermeintliche Ende der Reihe zu einem kunterbunten Abschluss zu bringen: Zeitreisen.
Für das eingespielte Team geht es zunächst zu den Dinosauriern ins späte Mesozoikum, dann landet man im Mittelalter, darauf im Unabhängigkeitskrieg, im Wilden Westen und schließlich in einer sehr, sehr fernen Zukunft, um final einen gewissen Bogen zu kriegen.
Zwar wiederholen sich diverse Abläufe, da schließlich in jeder Epoche gegen fliegende Haie gekämpft werden muss, doch das irrwitzig hohe Tempo und ein Maximum an Bewegung machen von Beginn an Laune.
Erneut fallen die Effekte im Schnitt recht trashig aus und Greenscreen ist überdeutlich als solcher erkennbar, doch einige Dinosaurier, als auch die Titelgebenden haben sich computertechnisch leicht verbessert. Zudem ist die Ausstattung durchaus solide ausgefallen, so dass zuweilen atmosphärische Momente auszumachen sind, - zumindest solange keine fliegenden Angreifer in Sicht sind. So geht es im Mittelalter ein wenig magisch zu, während die Zukunftsmusik in 20000 Jahren verdammt düster klingt.
Zudem gibt es regelmäßig eingestreute Situationskomik, natürlich einiges Augenzwinkern, aber auch leicht emotionale Themen wie Begegnungen mit Vorfahren oder den Drang, negative Ereignisse in eine andere Richtung zu lenken. Schließlich lässt man im letzten Drittel einige Eckpunkte vorheriger Teile Revue passieren und schließt damit den Kreis, was zum abgerundeten Gesamtbild passt.
Das eingespielte Team an Mimen performt zwar standesgemäß drüber, offenbart jedoch sichtlichen Spaß an der Sache. Leider halten sich die Cameos dieses Mal in Grenzen. Erwähnenswert ist eine ironische Anspielung zwischen Ian Ziering und Tori Spelling und ein Gary Busey, der gegen Showdown beinahe unbeteiligt an einer Bar hockt. Ferner zu erhaschen sind Bo Derek, La Toya Jackson und John Heard.
Regisseur Ferrante findet mit dem sechsten und vermeintlich letzten Teil einen würdigen Abschluss der Reihe, der Genrefreunden definitiv zusagen dürfte, da er all das, was das Franchise bislang ausmachte zu einem abwechslungsreichen Ganzen zusammenfügt.
Für Fans der Reihe ist es eh ein Stück Haimat…
7 von 10