Insider wissen, daß sich der Film Alien gar königlich an It! The Terror from Beyond Space bedient hat. Warum der Film nun dennoch nicht der Weisheit letzter Schluß ist? Im Grunde ist Edward L. Cahns Science-Fiction-Horror nicht viel anderes als Das Ding aus einer anderen Welt im Weltall und das spart dann sogar die Parallelen zur Kreatur aus Jack Arnolds Der Schrecken vom Amazonas schon aus.
Hier ist es nun der gestrandete Überlebende einer Marsmission, der von einer Rettungsmission aufgegriffen wird, welche sich das wütende Gummimonster gleich mit an Board holt, während allerdings noch davon ausgegangen wird, daß der menschliche Passagier seine Kameraden hingerichtet hat, um mit den Vorräten länger auszukommen. Dank der knappen Spielzeit wird nicht lange um den heißen Brei herumgefilmt – gut zunächst sieht man nur die Gummipantoffeln der Kreatur. Selbst ein Gefecht im Lüftungsschacht läßt hier jedoch nicht die beklemmende Enge des Raumschiffs entstehen, wofür dieses Kammerspiel ja eigentlich prädestiniert sein müßte.
Die Besatzung wendet indes alle Kräfte auf, um sich des Biests aus den Tiefen des Alls zu erwehren. Da folgen auf Pistole und Gewehr schnell Granaten, Gas und Elektroschocks, die im Gegensatz zu Das Ding aus einer anderen Welt hier nur Anlaß zu einem belustigenden Monstertanz sind. Auf diese Art gelingt es dann doch, eine Bedrohung entstehen zu lassen, die das stahlschleusen-durchschlagende Alien dann irgendwie böse wirken läßt.
Diese unnachgibigen Schläge des Monsters sind es schließlich wohl auch, die It! The Terror from Beyond Space als etwas (vielleicht sogar ebenfalls unfreiwillig) besonderes im damaligen Monstermassengeschäft wirken lassen. Ansonsten gibt es auch hier für heutige Zuschauer unfreiwillige Komik. Besonders im Gedächnis geblieben ist mir die famose Weltraumsequenz, als zwei Crewmitglieder im 90°-Winkel am Raumschiff abwärts laufen, was an die Choreographie aus dem Musikvideo zu Genesis’ I Can’t Dance erinnert und zu den für das All unpassenden Sphärengeräuschen nicht so ganz ernst genommen werden will.
Für Genrefans durchaus sehenswert ist It! The Terror from Beyond Space sicher nicht höchsten Erwartungen gewachsen. Das niedrige Budget wird zwar durchaus geschickt kaschiert, indem man zum Beispiel die Kreatur im Bombardement der installierten Explosivfalle zum Teil nur mit der Crew gemeinsam über den Boardfunk hört, aber am Ende bleibt es eben ein Billigfilm, an dem sich Geschick und Ungeschick die Hand reichen. An dieser Stelle wird eben doch deutlich, wieviel bei Filmen wie Alien der Spannungsaufbau in Zusammenwirkung mit der düsteren Bildgestaltung und nicht zuletzt dem aufwändigen Kreaturendesign ausmachen. Wer auf Science-Fiction und Gummimonster steht, der wird jedoch auch diese gute Stunde im Weltraum mit Bravour meistern.