Sehr geehrter Leser,
grundsätzlich gibt es bei mir keine Story-Spoiler, stattdessen liegt der Fokus auf der Umsetzung des Gezeigten.
The Night Comes for Us lief bei mir, da ich gerade Lust dazu hatte, etwas Zeit mit Iko Uwais zu verbringen, was sich als gute Idee erwies.
Unter dem Vorwand eines völlig unglaubwürdigen Banden-Konflikts wird dem Zuschauer hier ein sehr kurzweiliger Mix aus martial arts und shootouts serviert, wobei die Kamera auch gerne einmal die Ego-Perspektive einnimmt.
Dabei reichen die Effekte von höchst professionell bis komplett haaresträubend und es wimmelt nur so von Klingen mit einer einen Zentimeter breiten Schneide... : )
Die fünf Hauptdarsteller zeigen viel von ihrem Können und der Härtegrad ist relativ hoch.
Obwohl viel Gewalt im off stattfindet, fühlt man sich als Action-Fan gut unterhalten, denn der Anteil, bei dem die Kamera draufhält, ist genauso gross und reichlich.
Besonders gut gefällt mir, dass der Film nicht erst hundert Jahre braucht, um actionmäßig in die Gänge zu kommen, sondern nach einer kurzen Einleitung direkt loslegt.
Die Darstellung der Bilder ist oft hässlich und schmutzig und trotzdem gibt es einige Lacher, wobei ich vermute, dass diese nicht beabsichtigt sind.
Choreografisch erinnert vieles an Tony Jaa-Filme und man hat den Eindruck, bei den Kämpfen wurde viel improvisiert, was dem Ganzen einen sehr lebendigen und abwechslungsreichen Hauch verleiht.