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Der etwas gammelige Jong-su trifft zufällig Hae-mi, eine Freundin aus Kindertagen, wieder, die kurz davor ist, eine Afrika-Reise zu unternehmen und ihn bittet, während ihrer Abwesenheit ihre Katze zu füttern. Bei ihrer Rückkehr hat sie den smarten, wohlhabenden Ben im Schlepptau, den sie angeblich kennengelernt hat, als sie nach einem Terror-Anschlag drei Tage auf dem Flughafen von Nairobi festgesessen ist. Zwischen den dreien entwickelt sich eine Art Dreiecks-Beziehung... bis Hae-mi plötzlich spurlos verschwindet. In Jong-su keimt der Verdacht auf, dass es sich bei Ben, der in seiner Freizeit auch gerne mal Gewächshäuser niederbrennt, um einen Serienkiller handeln könnte, der auch Hae-mi auf dem Gewissen hat... Der Südkoreaner Chang-dong Lee macht aus der literarischen Vorlage, einer nur 25 Seiten starken Kurzgeschichte, einen zweieinhalbstündigen Klops von Film, der sich, selbst nachdem die Handlung erstmal in Gang gekommen ist, zu keiner Zeit so richtig festlegen will, was er denn nun eigentlich sein möchte... eins ist jedoch mal klar, ein echter Thriller, wie man es aufgrund meiner wenigen Zeilen Kurzinhalt (die übrigens schon gute 90 Minuten Laufzeit abdecken!) vermuten könnte, ist "Burning" auf keinen Fall. Nicht Fisch, nicht Fleisch, nix Halbes, nix Ganzes, dafür aber gediegen-gemächlich inszeniert und insgesamt schlicht langweilig. Der echte Arthouse-Connaisseur mag hier demnach mal wieder ein cineastisches Meisterwerk für sich entdecken, ich persönlich finde den Streifen, mal abgesehen von der wirklich famosen und begeisternd-schönen Naturlicht-Fotografie, trotz aller überschwänglich positiven Kritiken leider ziemlich schnarchig... nun ja, ich bin vermutlich einfach nur zu doof dafür, gelle...

5/10

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