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iHaveCNit: Predator: Upgrade (2018)

Im Jahr 1987 habe nicht nur ich das Licht der Welt erblickt – sondern auch ein Kultfilm von John McTiernan mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle, der zu einem der Klassiker des Action-Science-Fiction-Horror-Genre geworden ist und nebenbei einen schönen gesellschaftskritischen Blick auf die neuen Kriege liefert. Während der erst Film im Dschungel spielte, hat man im auch sehr tollen zweiten Teil die Handlung in den Großstadtdschungel verlegt und Danny Glover die Hauptrolle übernehmen lassen. Danach kam es zu zwei eher weniger guten Mash-Ups mit dem „Alien“ bis der Regisseur Nimrod Antal mit dem Produzenten Robert Rodriguez einen auch sehr guten weiteren Film herausgebracht hat mit Adrien Brody in der Hauptrolle. Nun hat der Buddy-Comedy-Spezialist Shane Black (Drehbücher für unter anderem Lethal Weapon, Last Action Hero und Regisseur von Kiss Kiss Bang Bang, Iron Man 3 und The Nice Guys), der selbst den flachwitzraushauenden Soldaten Hawkins im ersten Teil gespielt hat, die Regie und das Drehbuch übernommen. Ob das im deutschen Titel beigefügte „Upgrade“ wirklich notwendig war ?

Quinn McKenna ist Scharfschütze und mit seinem Team auf einer Mission in Mexiko unterwegs. Dabei macht er Kontakt mit einem „Predator“, das sein Team umbringt. Er überlebt und lässt nebenbei ein paar Gegenstände aus dem Raumschiff des Predators mitgehen, die er bei sich zuhause deponiert. Er soll daraufhin in eine Anstalt mit ein paar Verrückten gebracht werden. Dabei machen sie Bekanntschaft mit dem Predator, der auf der Suche nach seinen Gegenständen ist und über Leichen geht, sie wiederzubeschaffen.

Der Film ist auf jeden Fall unterhaltsam geworden. Wir bekommen derben, unangepassten Humor – die Sprüche im Team sind schon alleine das Eintrittsgeld wert gewesen, weil auch das Ensemble passt. Die Gewalt ist ebenfalls sehr derb und wird uns volle Breitseite präsentiert. Aber man kämpft sich durch einen Wust aus Handlungsentwicklung, Actionsequenzen, Gewaltspitzen und verliert das eigentliche Konzept des Slashers mit dem „10 kleine Jägermeister“-Prinzip dadurch voll aus den Augen, dass dann vollkommen hektisch und chaotisch im Finale nachgeholt wird. Die handgemachten Effekte und auch ein Teil der computergenerierten Effekte sehen schon sehr gut aus, auch wenn natürlich ein gewisser Rest nicht unbedingt der Rede wert ist. Und leider geht auch der aktuelle Trend in Hollywood, alles unbedingt zu einem Franchise ausbauen zu wollen nicht ganz an „The Predator“ vorbei. Das schmälert den Gesamteindruck des Films, denn man muss nicht immer unbedingt alles upgraden – mit einem Downgrade funktioniert das ja auch – Wie bei Arnold Schwarzenegger im Finale des ersten Teils. Mir hat der Film aber durch seinen Humor relativ gut gefallen.

„Predator: Upgrade“ - My First Look – 7/10 Punkte.

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