Review

How sad it is.
I shall grow old but this picture would remain always young.
My hair will turn gray, my skin will wrinkle, my teeth will rot.
While my picture remains exactly as it is now.
If only it would the other way.
If it were I who would remain always young and the picture would grow old. For that I would give everything.
For that I would even give my soul.

Dorian Gray



London, 1891:
Der Maler Basil Hallward (Charles Aidman) hat gerade das Porträt seines jungen Freundes Dorian Gray (Shane Briant) fertiggestellt und kommt zu dem Ergebnis das dies bis jetzt sein bestes Werk sei.
Anwesend ist auch Sir Harry Wotton (Nigel Davenport) ebenfalls ein Freund Basils.

Allerdings hat Wotton auch Vorlieben für gewisse Etablissements in denen es ziemlich verrucht zugeht.
Durch Wotton gerät Dorian immer tiefer in die düsteren Kreise mit ihren zweifelhaften Vergnügungen und übertrifft dann in Bezug auf Lasterhaftigkeit selbst sogar Wotton und dessen Kumpane.

Als eine junge Bardame mit der Dorian eine Beziehung eingegangen ist aus Liebeskummer Selbstmord begeht (woran er eine gewisse Schuld trägt) fällt ihm bei der Betrachtung seines Porträts auf das sich dieses verändert hat... .

Es stellt sich heraus das Dorians Wunsch (siehe oben) offenbar erhört worden ist: Während er all die Jahre jung und schön bleibt verändert sich sein Porträt immer in ein hässliches Monstrum: Ein Spiegelbild seiner Sünde und Lasterhaftigkeit mit der er seine Seele beladen hat... .


Diese TV - Verfilmung von Oscar Wildes Geschichte habe ich vor einiger Zeit für ca. 2, - Euro erstanden.

Zwar ist dieser 70-er Jahre Fernsehfilm fast 2 Stunden lang aber durchaus atmosphärisch inszeniert und die Darsteller überzeugen.

Allen voran Shane Briant (The Lighthorsemen (1987), Hawk (1980), Frankensteins Höllenmonster) in der Hauptrolle des Dorian Gray und besonders  Nigel Davenport (Dracula (1974)) der als verruchter aber auch zur Philosophie neigender Harry Wotton. für Unterhaltung sorgt.

Bei der dt. DVD hat man die Wahl zwischen dt Synchronisation (zwischen gut und annehmbar) und dem englischen OT (solte man definitiv wählen).

Manchmal erinnern die Kulissen etwas an das Ohnsorg Theater (nur das da keiner kaltblütig ermordet wurde) was aber nicht negativ gemeint ist.

The Picture of Dorian Gray ist für Freunde des sanften Gruselns sowie der Buchvorlage definitiv empfehlenswert und zumindest einen  Blick wert.

(5/10)


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